Deutschland: Feuerwehrführerschein: Krefelder Politik jubelt umsonst
Krefeld (Deutschland): Der Bundestag hat den so genannten Feuerwehr-Führerschein auf den Weg gebracht. Er ermöglicht es Angehörigen von Feuerwehr und Katastrophenschutz, auch mit dem neuen Pkw-Führerschein Lastwagen bis zu 7,5 Tonnen zu fahren. Er gilt ansonsten nur für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen.
ie SPD-Bundestagsabgeordneten Bernd Scheelen und Siegmund Ehrmann bejubeln das in fast wortgleichen Pressemitteilungen. Scheelen erklärt sogar: „Der Feuerwehr-Führerschein ist eine kostengünstige und unbürokratische Lösung. Er wird die Leistungsfähigkeit des Brand- und Katastrophenschutzes auch bei uns in Krefeld aufrecht erhalten.“ Die ehrenamtlichen Helfer sind es, die von dieser Regelung profitieren sollen.
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Allein – die Krefelder Feuerwehr will nicht in diesen Jubel einfallen: „Wir haben keine Fahrzeuge, bei denen diese Regelung Anwendung finden könnte“, sagt Sprecher Kai Günther auf WZ-Anfrage. Der Lkw-Führerschein ist bei der Ausbildung für die Berufsfeuerwehrleute ohnehin verpflichtend. Die ehrenamtlichen Fahrer der Feuerwehr müssen Fahrstunden und die Prüfungen für die Führerscheinklasse C aber ebenfalls absolvieren. Denn alle Lkw der Krefelder Feuerwehr wiegen mehr als 7,5 Tonnen. Die kleineren Fahrzeuge wiederum dürfen mit dem regulären Pkw-Führerschein bewegt werden.
Ohnehin gibt der Bundestag mit seinem Beschluss nur den Rahmen vor. Damit die Regelung in Nordrhein-Westfalen überhaupt Anwendung finden kann, muss das Land dafür noch die rechtliche Grundlage schaffen. Und dort stehen die Zeichen derzeit auf Ablehnung.
