Wien: Brennender Waggon auf Frachtenbahnhof
Wien: Der Frachtenbahnhof Wien-Praterstern ist ein selten befahrener Kopfbahnhof ohne Fahrleitungsanlage. Am Gelände befindet sich eine ca. 150 m2 große, zum Abbruch vorgesehene, leerstehende Lagerhalle aus Holz.
Daneben (in ca. 1 Meter Entfernung) waren zwei ausrangierte Personenwaggons zur weiteren Entsorgung abgestellt.
Aus unbekannter Ursache war einer der auf dem Abstellgleis Nr. 511 abgestellten Personenwaggone, sowie die danebenbefindliche Lagerhalle, am 10. Mai 2011 in Brand geraten. Bei Ankunft der Wiener Berufsfeuerwehr stand die Lagerhalle bereits in Vollbrand. Der Brand am Personenwaggon drohte sich auf den weiteren, direkt angekoppelten zweiten Personenwaggon auszubreiten. Da es sich um ein Abstellgleis handelte, waren keine Stromabschaltungsmaßnahmen und keine Fahrbetriebseinstellung erforderlich. Anwesende Passanten wurden der Einsatzstelle verwiesen.
Der Brand wurde im umfassenden Löschangriff unter Atemschutz mittels drei zeitgleich eingesetzten C Löschleitungen rasch unter Kontrolle gebracht. Dabei wurde der intakte Personenwaggon gekühlt und somit ein Übergreifen der Flammen verhindert. Die Holzkonstruktion der Lagerhalle war durch die Brandeinwirkung stark beeinträchtigt. Um das Verletzungsrisiko zu minimieren, wurde daher die gesamte Lagerhalle im Ausmaß von ca. 150 m2 mittels Seilwinde des 1. Rüstlöschfahrzeuges Leopoldstadt abgerissen und nachgelöscht.
Parallel dazu wurde der infolge des Brandes stark überhitzte Personenwaggon mit 10.000 Liter Tankwasser über den Wasserwerfer des Großtanklöschfahrzeuges Hernals gekühlt, um eine nähere Untersuchung und gezielte Löschmaßnahmen zu ermöglichen. Die Einsatzstelle wird zur Zeit vom 1. Rüstlöschfahrzeug Leopoldstadt auf weitere Gefahren kontrolliert und im Zuge dessen werden umfangreiche Nachlöscharbeiten durchgeführt.
Weitere Veranlassungen werden vom zwischenzeitlich eingetroffenen Fachpersonal der ÖBB getroffen.
