Deutschland: Explosion! Senior verbrennt im Heim, 200 Personen evakuiert
Siegburg (Deutschland): Meterhohe Flammen schlagen am 2. Juli 2011 aus mehreren Fenstern im ersten Stock des Seniorenheims Am Hohen Ufer. In Minutenschnelle sind 200 Einsatzkräfte vor Ort.
Doch einem 83-jährigen Senior können sie nicht mehr helfen: Er verbrennt bis zur Unkenntlichkeit. Es ist gegen 19.30 Uhr, als die Feuerwehr in Richtung des Altenheims auf der Friedrich-Ebert-Straße ausrückt. Währenddessen bringen Pfleger die rund 200 Bewohner in Sicherheit. In Rollstühlen, fahrbaren Betten. Das Feuer ist schnell gelöscht – vermutlich hatte nach der Explosion einer Gasflasche ein Sauerstoffzelt Feuer gefangen. „Zeugen berichteten von einem lauten Knall kurz vor Ausbruch des Feuers“, so Polizeisprecher Markus Grommes. „Ob dieser von einer Explosion herrührte, die ursächlich für den Brand war, ist Gegenstand der Untersuchungen unseres Brandermittlers.“
Schon um 21 Uhr können die Bewohner des zweiten und dritten Stocks wieder in ihre Zimmer gebracht werden. Doch für einen 83-jährigen Lohmarer kommt jede Hilfe zu spät. „Das Zimmer ist komplett ausgebrannt, der Senior ist in seinem Zimmer in den Flammen umgekommen“, so Grommes. Der Mann verbrannte wohl bis zur Unkenntlichkeit. Fünf weitere Personen mussten über Nacht ins Krankenhaus – vier Mitarbeiter und ein Bewohner des Altenheims. „Diesen Personen geht es zum Glück schon wieder ganz gut. Sie wurden bereits entlassen“, berichtete Wolfgang Hohn, Sprecher der Stadt Siegburg, Sonntagnachmittag, 3. Juli.
Zum Glück waren die Mitarbeiter des Seniorenheims gut auf den Ernstfall vorbreitet – erst vor wenigen Tagen hatten sie eine Notfallübung absolviert. „Ohne das bedachte Handeln der Mitarbeiter und das schnelle Eingreifen der Rettungskräfte hätte das Feuer leicht noch auf weitere Teile des Heims übergreifen können“, ist sich Markus Grommes sicher.
