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Wien: Kohlenmonoxid: Zwillinge in Spital gebracht

Wien: Erneut hat es einen Fall von Kohlenmonoxidvergiftung gegeben. Laut Polizei wurden am frühen Montagabend, 22. August 2011, Zwillinge aus der Josefstadt in ein Spital eingeliefert. Experten raten, regelmäßig zu lüften.

Die Feuerwehr rückte demnach kurz vor 18.30 Uhr zu dem Einsatz in der Lammgasse 9 aus. Einer der Brüder war nach Hause gekommen und in die Dusche gestiegen. Als er fertig war, klagte er über Müdigkeit und Übelkeit. Sein Bruder kam kurz darauf und nahm einen ungewöhnlichen Geruch wahr. Er verständigte die Feuerwehr, welche die Zwillinge aus dem Gefahrenbereich brachte. Ursache dürfte einmal mehr eine defekte Gastherme sein. „Bei der Hitze werden sich solche Einsätze in den nächsten Tagen wohl häufen“, meinte ein Vertreter der Rettung.

Unsichtbare Gefahr
Kohlenmonoxid ist unsichtbar, riecht nicht, ist geschmacklos und kann binnen weniger Minuten selbst in kleinen Mengen zu einer tödlichen Vergiftung führen. Als Symptome einer Vergiftung treten zunächst Kopfschmerzen mit Übelkeit auf, gefolgt von einem Schwächegefühl mit Schwindel und einem Brechreiz.

Regelmäßiges Lüften empfohlen
Räume mit Gaskombithermen oder Gasdurchlauferhitzer müssen ständig großzügig belüftet werden, weil es bei hohen Außentemperaturen zu Abzugsstörungen der Abgase kommen kann, so der Gesundheitsdienst der Stadt in einer Aussendung.
Alexander Schrötter von der Installateurinnung empfiehlt ebenfalls, regelmäßig zu lüften sowie den Rauchfangkehrer messen zu lassen, ob die Gastherme überhaupt genug Luft bekommt.
Abgesehen davon appellieren Feuerwehr, Wiengas und Installateure einmal mehr dringend, dass eine Gastherme einmal im Jahr von einem Fachmann gewartet werden muss.

ORF Wien

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