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Deutschland: Strahlenrisiko bei Brand in der Uni in Münster

Münster (Deutschland): Mit Strahlen-Schutzanzügen ist die Feuerwehr in der Nacht zu Samstag, 27. August 2011, an der Universität Münster im Einsatz gewesen: Bei einem Brand in einem Röntgenlabor bestand die Gefahr, dass radioaktive Strahlung ausgetreten sein könnte.

Riesenschaden nach kleinem Feuer in einem Röntgenlabor des Chemischen Instituts der Uni an der Corrensstraße: Durch einen technischen Defekt an einem Röntgengerät im Kellergeschoss kam es Samstagnacht gegen 1.35 Uhr zu einem Schwelbrand, bei dem ein Sachschaden von mindestens 400.000 Euro entstanden ist. Glück im Unglück: Niemand wurde verletzt oder bekam eine Strahlendosis ab.

Studenten feierten
Als die Feuerwehr eintraf, feierten im Obergeschoss des fünfstöckigen Gebäudes noch Studenten, sie hatten von dem Rauch aus dem Keller noch gar nichts mitbekommen. Die Polizei beendete die Party und evakuierte den Instituts-Trakt für anorganische und physikalische Chemie. Weil die Feuerwehr zunächst ein Strahlenrisiko für die Einsatzkräfte nicht ausschließen konnte, wurden vier Trupps unter Atemschutz mit spezieller Schutzkleidung in den Keller geschickt. Die Flammen waren schnell gelöscht, allerdings waren mehrere Laborräume und Kellergänge stark verraucht.
Sicherheitshalber baute die Feuerwehr vor dem weiträumig abgesperrten Gebäude eine Dekontaminations-Station auf. Mit Geigerzählern wurden alle Wehrleute untersucht, die direkt im Labor waren. Es wurde keine Verstrahlung festgestellt, auch ein Sicherheitsbeauftragter der Uni gab wenig später Entwarnung.

Laboreinrichtung unbrauchbar geworden
Fünf Löschzüge der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehren aus Gievenbeck, Roxel und Kemper waren gut zwei Stunden mit 70 Leuten im Einsatz. Auch Ärzte und mehrere Rettungswagen standen bereit. Zwei weitere Löschzüge (Geist und Altstadt) wurden ebenfalls alarmiert, die Retter besetzten die verwaisten Wachen der Berufsfeuerwehr.
Der Sachschaden ist so hoch, weil große Teile der Laboreinrichtung durch den Brandrauch und geschmolzene Kabel unbrauchbar geworden sind.
Die Polizei setzt nun Brandermittler ein und will so klären, wie es zu dem Feuer kommen konnte. Alle anderen Labor- und Seminarräume im Institut sind wieder freigegeben und können genutzt werden.

Münstersche Zeitung

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