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Ktn: Trilateraler Hilfspakt für Katastrophen

Kärnten: Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei Waldbränden oder Tunnelunfällen soll verbessert werden. Die EU zahlt 80 Prozent der 850.000 Euro, die das Projekt „Goal“ zur Vorbereitung für die gemeinsame Hilfe bei Katastrophen kostet.

Schon in den vergangen Jahren hat die EU Geld gezahlt, damit die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Rettungsorganisationen und Behörden gefördert wird. Einer der ersten Schritte war zum Beispiel eine große Übung auf einer Alm hoch über Feistritz im Gailtal.
Im Rahmen der Zusammenarbeit von Kärnten, der Steiermark und Slowenien sind Einsätze bei Hochwasser, Waldbränden, in alpinen Gefahrensituationen sowie der Umgang mit Gefahrgut und die Tunnelsicherheit wichtige Themen.

Dörfler: Koordination soll Einsätze erleichtern
Katastrophenreferent und Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK): „Wir haben zum Beispiel den Loibl- und den Karawankentunnel und die Tunnelkette auf der Pack, die Kärnten, die Steiermark und Slowenien betreffen. Wir haben mit Drau und Mur zwei Gewässer, die bei katastrophenähnlichen Zuständen immer wieder eine Herausforderung die Rettungsorganisationen schaffen. Es gibt auch sprachliche Probleme – wenn man etwa alleine die Koordination der drei Feuerwehrorganisationen in Slowenien, Kärnten und in der Steiermark ansieht. Man wissen muss, wer was hat und wer wo am schnellsten helfen kann.“

Gemeinsame Gefahrenpläne und Handbücher
Der erste Schritt war eine große Übung im Bezirk Völkermarkt Anfang Oktober 2011, so Anton Schabl, Projektkoordinator in der Steiermark. In den kommenden Monaten werde zwar viel Papier produziert, etwa in gemeinsamen Workshops, es gebe aber auch Konkretes, wie zum Beispiel die Entwicklung von Gefahrenplänen und Handbüchern.

Ziel: Aus Fehlern lernen
Ziel sei, aus Fehlern zu lernen, unterstrich Schabl: „In der zweiten Phase werden wir anhand der Analyse der ersten Phase Verbesserungspotenziale erarbeiten. In der dritten Phase werden wir die Leute entsprechend ausbilden, die Ausrüstung anschaffen und die weiteren Übungen vorbereiten. Im Rahmen der vierten Phase werden Übungen ganz konkret durchgeführt.“
Im Rahmen des EU-Projektes sind bis 2013 drei grenzüberschreitende Einsatzübungen geplant.

ORF Kärnten

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