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Deutschland: Tödliche Rauchgasvergiftung bei nächtlichem Wohnungsbrand

Grasberg (Deutschland): Bei einem Wohnungsbrand in der Speckmannstraße hat ein 23-jähriger Mann in der Nacht zu Sonntag, 30.10.2011, eine tödlich wirkende Rauchgasvergiftung erlitten. Ein Notarzt konnte dem jungen Mann nicht mehr helfen.

Löschtrupps der Feuerwehr hatten ihn in der Küche der Wohnung gefunden, die er zusammen mit seiner Mutter bewohnte. Wohn- und Schlafzimmer der im Obergeschoss befindlichen Wohnung brannten komplett aus, eine gegenüberliegende Wohnung und ein Elektrogeschäft im Erdgeschoss wurden durch Rußanhaftungen und Löschwassereinwirkung in Mitleidenschaft gezogen. Die Höhe des entstandenen Sachschadens beläuft sich ersten Schätzungen zufolge auf über 100.000 Euro.

Die Ursache des Brandes ist noch unklar. Die Polizei, die noch während der Löscharbeiten erste Ermittlungen aufnahm, beschlagnahmte den Brandort für weitere Untersuchungen. Gegen 01.50 Uhr hatten vorbeifahrende Autofahrer den Brand entdeckt, als die Flammen bereits aus den Fenstern schlugen. Sie verständigten Polizei und Feuerwehr, die daraufhin mit einem Großaufgebot in die Speckmannstraße ausrückten.

Ingesamt kamen 70 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Grasberg, Rautendorf, Otterstein und Lilienthal zum Einsatz. Sofort nach ihrem Eintreffen drangen mehrere Trupps unter umluftunabhängigen Atemschutzgeräten durch das Treppenhaus in das Gebäude ein und suchten nach den Bewohnern. Für den 23-jährigen Sohn der Wohnungsmieterin, den sie bereits leblos in der Küche fanden, kam jede Hilfe zu spät.

Seine Mutter sowie die Mieterin der gegenüberliegenden Wohnung waren zum Zeitpunkt des Brandausbruchs nicht zu Hause. Da ihr Aufenthaltsort lange Zeit ungewiss war, suchten die Einsatzkräfte das Gebäude gleich mehrfach nach weiteren Opfern ab – vergeblich. Die Mutter des Getöteten wurde am frühen Morgen von der Polizei ausfindig gemacht und informiert. Die Bewohnerin der gegenüberliegenden Wohnung konnte bislang noch nicht erreicht werden. Eine genaue kriminaltechnische Untersuchung des Brandortes soll am Sonntag bzw. Montag erfolgen.

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