Brand

Nö: Kaminbrand am Hauptplatz in Traiskirchen

Traiskirchen (Nö): Um 13:47 Uhr wurde die Feuerwehr Traiskirchen-Stadt am 23. November 2011 zu einem Kaminbrand am Hauptplatz alarmiert.

Bei Ankunft der Feuerwehr war am gegenständlichen Objekt (vier Geschoße mit Dachstuhl) ein massiver Rauchaustritt aus dem Rauchfang festzustellen, welcher in weiterer Folge zu einer massiven Belästigung der Anrainer am Hauptplatz führte.

Eine genauere Erkundung ergab, dass es sich beim betroffenen Rauchfang um einen gemischt belegten Fang handelte. Ein im Keller situierter Ölofen und ein direkt daneben stehender Holzofen waren über den Türstock der Eingangstüre mittels führender Poterie (fest verlegtes Verbindungsstück) mit dem schliefbaren Fang (=begehbar, 45cm x 45 cm) verbunden. Die Sohle (unterste Stelle) des Fanges befand sich im Erdgeschoß im Vorraum. In diesem Bereich waren je ein Kehrtürchen für den schliefbaren Fang (ca. 1,60m Höhe situiert) und eines für die Poterie (in Fußbodenhöhe). Das zweite Kehrtürchen war mit einer Holzpaneele verkleidet. Das Putztürchen befand sich am Dachboden.

Aus unbekannter Ursache war es zu einem Rauchfangbrand der sich von der Poterie bis zum knapp unter dem Rauchfangkopf erstreckte gekommen. Im gesamten Haus war eine „stickige“ Luft wahrnehmbar. Von den Einsatzkräften wurde der zuständige Rauchfangkehrer über die BAZ verständigt und bis zu dessen Eintreffen sämtliche Räume und der Dachstuhl im Bereich des Fanges augenscheinlich und mittels Infrarotfernthermometer kontrolliert. Dabei wurde keine weitere Gefährdung festgestellt. Weiters wurde das Stiegenhaus mittels Hochleistungslüfter belüftet.

Nach Eintreffen des Rauchfangkehrers wurde dieser in die Lage eingewiesen und entschieden den Rauchfang mit einem Kehrbesen abzukehren und die Glut mittels eines Ascheneimer gesichert im Innenhof des Hauses abzulegen und dort mittels Kübelspritze abzulöschen.
Beim Verlassen des Stiegenhauses wurde ein Entstehungsbrand der Holzpaneele festgestellt und nach gewaltsamen Entfernen dieser mittels Kübelspritze und einem Pulverlöscher gelöscht (ca. 1/4m²).

Anschließend wurde der Fang vom Rauchfangkehrer bestmöglich ausgeräumt, konnte allerdings nicht gänzlich gelöscht werden. Nach Beendigung dieser Arbeiten und Absprache mit dem Rauchfangkehrer wurde die Einsatzstelle an diesen übergeben und die Wohnpartei aufgefordert, die betroffenen Bereiche auch noch spätabends zu kontrollieren.

Freiw. Feuerwehr der Stadt Traiskirchen

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