Tirol: Mauerrutsch in Hart, Häuser evakuiert
Hart (Tirol): 28 Personen haben am Abend des 28. Jänner 2012 ihre Häuser in Hart im Zillertal verlassen müssen, nachdem eine oberhalb der Gebäude liegende Stützmauer ins Rutschen geraten war. Am Sonntag ist eine umfassende Überprüfung des Hanges durch den Landesgeologen angesetzt.
Laut Polizeiangaben hatte ein Anrainer gegen 18.00 Uhr bemerkt, dass die etwa 10 Meter lange Mauer aus Steinen und Beton talwärts in Bewegung geraten sei. Die Freiwillige Feuerwehr Hart rückte aus, um erste Beobachtungen und Messungen durchzuführen. Die Bezirkshauptmannschaft Schwaz ordnete eine Absperrung des Bereiches an und beschloss die Evakuierung der Häuser in der Gefahrenzone.
Die Situation habe sich laut Feuerwehr im Laufe des Abends verschärft. Die Bewohner der neun unterhalb liegenden Häuser wurden sicherheitshalber aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. „Samstagabend wurden die Gemeindebürger in Hart über die Situation informiert und es gab viel Verständnis für diese Vorsichtsmaßnahme. Das ist nicht selbstverständlich und ich möchte mich dafür bei den Betroffenen bedanken“, so der stellvertretender Bezirkshauptmann von Schwaz, Wolfgang Löderle. Die Hausbewohner kamen vorübergehend bei Freunden und Bekannten unter.
Der Hang wurde noch Samstagabend vom Landesgeologen begutachtet und es wurden Messpunkte eingerichtet, die von der Feuerwehr überwacht wurden. Bei Tagesanbruch werde man die nächsten Schritte planen können, so Löderle. Auch ein Geotechniker wird den Hang untersuchen.
