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Deutschland: Flächenbrände fordern zwei Menschenleben

Deutschland: Bei zwei Flächenbränden sind am Freitagnachmittag, 17. März 2012, bei Tübingen-Hagelloch und in Rottenburg-Wendelsheim zwei Menschen ums Leben gekommen. In Wendelsheim starb eine Frau, die anscheinend von dem Feuer überrascht wurde.

Bereits gestern Vormittag, 17.3.2012, kam es nach Angaben der Feuerwehr im Kreis Tübingen zu mehreren Flächenbränden. Am Österberg hatte eine Wiese gebrannt, und bei Unterjesingen geriet die Feuerstelle eines Landwirtes außer Kontrolle, der Stroh verbrennen wollte. Ursache der Brände war laut Polizei vertrocknete Vegetation des Vorjahres, in der sich die Flammen schnell ausbreiteten. Laut Expertenmeinung sieht das Gras zwar feucht aus, es sei jedoch trocken und fange schnell Feuer.

Das tückische Risiko wurde gestern gegen 15.10 Uhr einer Frau zum Verhängnis. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Feuerwehrleitstelle in Rottenburg-Wendelsheim ein Brand unterhalb des Wasser-Reservoirs in der Nähe des Märchensees gemeldet.

Bei Eintreffen der Feuerwehr stand eine größere Grasfläche in Flammen. Während der Löscharbeiten entdeckten die Feuerwehrleute im Bereich der Brandstelle, in der Nähe des Waldes in einem Gebüsch einen verbrannten Körper. Es handelte sich laut Angaben der Polizei um eine stark verbrannte Frauenleiche, die bis gestern Abend noch nicht zweifelsfrei identifiziert war. Einiges deute darauf hin, dass es sich bei der Toten um die Frau des Grundstücksinhabers aus Wendelsheim handelt. Sie wurde bis gestern Abend noch vermisst.

Wie die Polizei weiter ermittelte, waren die beiden Eheleute zusammen auf ihrem Grundstück, um Reben zu schneiden. Das Schnittgut wollten sie verbrennen. Dabei dürfte das Feuer außer Kontrolle geraten und in Richtung eines dortigen Waldgebietes gezogen sein.

Zu einem weiteren Todesfall mit ähnlichen Vorzeichen war es bereits 13.40 Uhr bei der Gemeinde Tübingen-Hagelloch unterhalb des Schützenhauses gekommen. Wie die Polizei berichtet, stand dort der gesamte Hang in Flammen, als die Feuerwehr an der Brandstelle eintraf. Während der Löscharbeiten fanden die Helfer am Rand der Brandstelle die Leiche eines älteren Mannes.

Im Lauf des Nachmittags wurden beide Brände gelöscht, doch auch danach lag noch ein kräftiger Rauchgeruch in der Luft. Beamten von der Spurensicherung sortierten auf einer Plane Dinge, die möglicherweise im Zusammenhang mit Leichenfund stehen.

Die örtliche Feuerwehr war beim Abzug sichtlich schockiert. Das Gebiet um den Märchensee wurde gestern offenbar großräumig gesperrt und wird überwacht. Beamte der Kripo wiesen alle zurück, die dorthin wollten.

Den Toten in Hagelloch konnte die Kripo gestern noch identifizieren. Es handelt sich um einen 86-jährigen Rentner aus Hagelloch, der dort ein Grundstück hat. Wie die Polizei vermutet, wurde der Rentner von den sich rasch ausbreitenden Flammen überrascht.

Durch eine Obduktion der Leichen erhoffen sich die Ermittler nähere Erkenntnissse zu den Todesursachen und auch der Identität der Frau. Die Obduktionstermine stehen noch nicht fest. Sie dürften im Verlaufe der nächsten Woche sein, so die Polizei.

Schwarzwälder Bote

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