Oö: Techn. Alarmstufe-3-Übung in Kirchberg-Thening -> Busunfall
Kirchberg-Thening (Oö): Auf Einladung der Feuerwehr Kirchberg-Thening wurde die Feuerwehr Axberg am Nachmittag, des 20. Aprils 2012 zu einer technischen Alarmstufe-3-Übung alarmiert.
Gemäß Alarmplan wurden zunächst die Feuerwehren des Pflichtbereichs, die Feuerwehr Axberg und Kirchberg-Thening, in Marsch gesetzt. Nach dem Eintreffen am Unfallort und der Erkundung des Einsatzleiters wurde die auf die technische Alarmstufe 3 erhöht und somit folgende weitere Feuerwehren alarmiert: Feuerwehr Breitbrunn, Freiling, Pasching und Alkoven. Weiters wurden eine Vielzahl an Einsatzkräften von Rettung alarmiert: ASB, Rotes Kreuz, Notärzte, diensthabender Praktischer Arzt

Die Lage:
• Zwei Pkw und ein Linienbus/Schulbus waren am Unfall beteiligt.
• Erster Pkw (Van): In der Frontscheibe ist ein Behindertenzeichen angebracht, Personen eingeklemmt, ein Rollstuhl im Kofferraum, Fahrzeug steht auf der Straße.
• Zweiter Pkw (roter Kombi): Ein Fahrer und ein Person liegend auf der Rückbank, Türen lassen sich teilweise öffnen, Pkw steht schräg im Straßengraben
• Bus: Eine Vielzahl an Personen/Kinder im Bus. Teilweise eingeklemmt, Fahrzeug liegt seitlich im Straßengraben
Der Einsatz:
Erster Pkw (VAN): Mittels hydraulischen Rettungsgerät wurden die Personen aus dem Fahrzeug befreit.
Zweiter Pkw (roter Kombi): Vom Notarzt wurde der Tod des auf der Rückbank liegenden Patienten festgestellt. Aufgrund der sich öffnenden Türe konnte diese Person ohne Probleme geborgen und übergeben werden. Bei der zweiten Person gestaltete sich die Lage etwas schwieriger. Es wurde ein Pfählung im rechten seitlichen Bereich am Rücken registriert. Aufgrund der Schwere der Verletzung entschied sich der Arzt für eine schnellstmögliche Rettung. Dazu wurde die B-Säule mitsamt der darauf montierten Türe entfernt um eine möglichst große Rettungsöffnung zu erreichen. Anschließend wurde die Metallstange, mit der die Person gepfählt war, möglichst nahe am Patienten durchtrennt um ihn seitlich und möglichst schonend aus dem Fahrzeug retten zu können. Auch dieser Patient wurde danach dem Rettungsdienst übergeben.

BUS: Front- und Heckseitig wurden jeweils bei den großflächigen Scheiben Zugangsöffnungen geschaffen, damit die ersten Einsatzkräfte in das Innere des Fahrzeuges vordringen konnten. In Absprache mit den Ärzten wurden dann nach und nach die Patienten aus dem Bus transportiert und den Rettungskräften übergeben. Da einige Personen zwischen den Sitzbänken und Verstrebungen eingeklemmt waren, mussten viele Bauteile entfernt werden. Diese Arbeiten, im heiße und engen Inneren des Busses, stellten eine besondere Herausforderung and die Einsatzkräfte. Nicht nur Fitness und Durchhaltevermögen war gefragt, sondern vor allem ein klarer Kopf um die komplexe Situation im Überblick zu behalten. Besonders bewährt hatte sich hierbei der Einsatz des Pedalschneiders, welcher sich aufgrund der Größe leichter einsetzen ließ als eine Rettungsschere.
Patienten/Triageplatz:
Besondere Herausforderungen kamen auch auf die Rettungsorganisationen (ASB, Rotes Kreuz, Ärzte) zu. Aufgrund der Vielzahl an Verletzen war ein großer organisatorischer Aufwand nötig um alle Patienten bestmöglich versorgen und behandeln zu können. Jeder Patient wurde nach einer ersten Sichtung/Behandlung, der anschließenden Rettung durch die Feuerwehr, zum Triageplatz gebracht und dort kategorisiert und katalogisiert. Je nach schwere der Verletzung wurden die Personen anschließend weiter versorgt und anschließend abtransportiert.

Aufräumarbeiten:
Nach erfolgreicher Bewältigung des eigentlichen Eisatzes wurden die Fahrzeuge noch geborgen und gesichert abgestellt. Bewährt hatte sich hierbei besonders das Kranfahrzeug der Feuerwehr Alkoven.
