Sibirien: 8 Feuerwehrleute sterben bei Waldbrandeinsatz
Sibrien: Beim Löschen eines starken Waldbrandes in der Republik Tuwa im Süden Ostsibiriens sind am Mittwoch, 6. Juni 2012, nach neuesten Angaben acht Feuerwehrleute ums Leben gekommen.
Sechs weitere haben sich gerettet. Einer von ihnen wurde mit schweren Brandverletzungen in ein Krankenhaus gebracht.
Als Ursachen der Tragödie werden eine falsche Einschätzung des Ausmaßes des Feuers sowie die rasch wechselnden Wetterbedingungen in der betroffenen Gebirgsregion vermutet. Die 14-köpfige Feuerwehrgruppe war im schwer zugänglichen Gebiet Barun-Chemtschik, wo eine Fläche von rund 500 Hektar von den Flammen erfasst war, per Fallschirm abgesetzt worden. Laut einem früheren Bericht der russischen Forstbehörde war eine 13 Mann starke Gruppe in das Brandgebiet geschickt worden. Neun Feuerwehrleute seien ums Leben gekommen, vier hätten sich retten können, hieß es.
Nach Angaben der Forstbehörde sind jetzt noch 100 Fallschirm-Feuerwehrleute zur Brandbekämpfung nach Barun-Chemschik geschickt worden. Laut dem Zivilschutzministerium sind zusätzlich zwei Amphibienflugzeuge vom Typ Be-200, ein Flugzeug An-74 sowie Hubschrauber Mi-8 und Mi-26 bei den Löscharbeiten im Einsatz. Der Feuerwehrmann Sergej Paderin, der schwere Brandverletzungen erlitten hatte und dessen Körperoberfläche zu 25 Prozent betroffen ist, konnte sich nach eigenen Worten nur durch ein Wunder aus dem brennenden Wald bis zu einem Taiga-Fluss durcharbeiten und später an einen sicheren Ort gelangen. Der Zustand Paderins, der sich auf einer Intensivstation befindet, wird als stabil schwer eingeschätzt.
Zum Gedenken an die gestorbenen Feuerwehrleute hat die Regierung der Republik Tuwa für den Donnerstag, 7. Juni 2012, einen Trauertag angeordnet.
