Nö: Pkw wird von Zug 600 Meter mitgerissen
Trumau (Nö): Zu einer Fahrzeug-Bergung mit vermutlicher Menschenrettung „Pkw gegen Zug auf der L156 nach der Autobahnbrücke beim Bahnübergang Richtung Moosbrunn“…
…wurden die Feuerwehren Trumau und Moosbrunn am 6. September 2012 um 18.30 Uhr von Florian Baden mittels Sirene, Pager und SMS alarmiert.

Ein Pkw-Lenker war von Moosbrunn Richtung Trumau unterwegs und wurde auf einem mit Schranken und Lichtsignal gesicherten Bahnübergang von einem Güterzug der Pottendorfer Linie erfasst und ca. 600 Meter mitgeschleift.

Dabei wurden vier Stromleitungsmasten mitgerissen. Das Fahrzeug war mit dem Triebwagen des Güterzuges verkeilt. Kurz nach dem Unfall waren drei Notärzte (sie sind Mitglieder der Feuerwehr Trumau und fuhren direkt zur Unfallstelle zu) vor Ort, konnten dem Mann jedoch nicht mehr helfen. Er dürfte auf der Stelle tot gewesen sein.

Die Bergungsarbeiten gestalteten sich schwierig, da der Pkw unter der Lok verkeilt war und Stromkabel auf den Gleisen lagen. Von der BAZ Baden wurde die ÖBB verständigt, damit sie die Stromleitungen erden. Erst gegen 21 Uhr konnte der Verstorbene aus dem Unfallwagen geborgen werden.

Die Zufahrt zur Unfallstelle musste über Münchendorf auf einem Güterweg angefahren werden. Um 22.00 Uhr konnten die Feuerwehren wieder einrücken. Die Feuerwehr Trumau bedankt sich bei der Feuerwehr Moosbrunn für die gute Zusammenarbeit und den reibungslosen Ablauf.

Eingesetzte Kräfte:
Feuerwehr Trumau und Moosbrunn mit 40 Mann und sieben Fahrzeugen
Polizei mit 10 Mann, drei Fahrzeugen und einen Polizeihubschrauber
Rettung und Notarzt – 10 Mann/Frau mit drei Fahrzeugen

Zusätzlich zu diesem Einsatz musste die FF Trumau am Freitag noch zu einem Brandmeldealarm (8.00 Uhr) und einer Tierrettung (23.30 Uhr] ausrücken. Ein älteres Pferd war in der Pferdebox zu Sturz gekommen und konnte nicht mehr selbstständig aufstehen. Leider musste das Pferd vom Tierarzt eingeschläfert werden. Der Einsatz konnte nach knapp zwei Stunden beendet werden.
