Lokal

Bgld: KHD-Übung „Hochwasser“ im Raum Güssing

Güssing (Bgld): Eine großangelegte Hochwasserübung des Katastrophenhilfsdienstes des Bezirkes Güssing fand am Nachmittag des 22. September 2012 im Großraum Güssing statt.

Ausgangsszenario: Seit mehreren Tagen ist der Großteil des Bezirkes Güssing von Hochwasser betroffen. Das Einsatzgebiet erstreckt sich von Sulz über Güssing bis nach Strem. Da mit den eigenen Kräften kein Auslangen gefunden wird wurden KHD-Einheiten angefordert. Das Landesfeuerwehrkommando hat die Zusage von zwei KHD-Zügen aus einem nördlichen Bezirk für den 22. September erteilt.

Das Hauptaugenmerk bei dieser Übung wurde vom Bezirkskommando klar auf die Arbeit in der KHD-Einsatzleitung, welche sich im Feuerwehrhaus Güssing befand, gelegt. So wurde der Aufbau einer funktionierenden Einsatzleitung, die Zusammenarbeit mit der Behördeneinsatzleitung, das Verhalten auf Veränderungen der Schadenslage und die Dienstübergabe an eine zweite Schicht geübt. Ebenfalls wurde die Möglichkeit aufgegriffen die Lageführung mit dem in diesem Jahr erhaltenen GIS-Karten-Programm durchzuführen. Ein kompetenter Vertreter des Bundesheeres war durchgängig bei der KHD-Einsatzleitung anwesend nahm unsere Arbeit unter die Lupe und gab Verbesserungsvorschläge. Die Bezirkshauptmannschaft Güssing baute die Behördeneinsatzleitung in ihren Räumlichkeiten auf. Diese war neben ihren Mitarbeitern und unserem Verbindungsoffizier auch mit Verbindungsoffizieren des Bundesheeres, der Polizei und des Roten Kreuzes besetzt.

Der 1. und 2. Löschzug unserer KHD-Bereitschaft stellen die fremden KHD-Einheiten dar und sammelten sich daher an der nördlichen Bezirksgrenze. Je nach Meldungen aus den lokalen Einsatzleitungen in den Feuerwehrhäusern Sulz, Dt. Tschantschendorf, Güssing, Urbersdorf und Strem wurden diese eingeteilt und verteilt. An Ort und Stelle erhielten sie die verschiedensten Aufträge – wie Auspumpen und Sichern von Gebäuden oder Menschenrettungen durchführen. Sie mussten die Lage vor Ort erkunden und berechnen wie lange sie mit ihrer mitgebrachten Ausrüstung und Mannschaft brauchen würden bzw. ob andere Organisationen (Bundesheer, Rotes Kreuz), Spezialisten/Sachverständige oder Spezialgerät über die Behördeneinsatzleitung angefordert werden müssen.

Der technische Zug der KHD-Bereitschaft nahm diese Gelegenheit ebenfalls zum Anlass zu Üben. Zugskommandant HBI Mario Unger und sein Stellvertreter OBM Oliver Fandl legten den Schwerpunkt auf „Seilwindenbetrieb“. Nach einer kurzen, theoretischen Auffrischung des Wissens der Kameraden wurden den Mannschaften einige praktische Aufgaben gestellt, die sie unter Beobachtung entweder einzeln mit ihrem Gerät oder in Zusammenarbeit erledigen mussten.

Um 16:00 Uhr konnte die Übung beendet werden. Sämtliche zuständige Personen zeigten sich mit dem Ablauf und der geleisteten Arbeit zufrieden. Das von der Übung aufgezeigte Verbesserungspotential wird in den Wintermonaten bewertet und gegebenfalls Verbesserungen im KHD-Konzept eingearbeitet.

Bezirks-Feuerwehrkommando Güssing

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert