Nö: Unterabschnittsübung von Feuerwehr und Rettung in Perchtoldsdorf

Perchtoldsdorf (Nö): Am 3. Oktober 2012 fand in Perchtoldsdorf eine technische Einsatzübung für den Unterabschnitt der Freiwilligen Feuerwehren Breitenfurt, Kaltenleutgeben, Laab im Walde und Perchtoldsdorf statt.
Organisiert und ausgearbeitet wurde die Übung von OV Christian Vlach und BM Florian Schützenhofer von der Feuerwehr Perchtoldsdorf.
Das Szenario: Eine Massenkarambolage auf der A21 Fahrtrichtung St. Pölten zwischen Brunn am Gebirge und Gießhübl. Mehrere Fahrzeuge haben dabei die Lärmschutzwand durchbrochen und sind auf die darunter liegende Fahrbahn im Gemeindegebiet Perchtoldsdorf gestürzt.

Insgesamt waren von der Feuerwehr 10 Fahrzeuge mit 54 Mann im Einsatz und vom Roten Kreuz 3 Fahrzeuge mit 9 Einsatzkräften der Bezirksstelle Mödling. Um 18.58 Uhr wurde die FF Perchtoldsdorf zu dem Übungsszenario alarmiert. Die erste Meldung lautete: „Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen und eingeklemmten Personen – Vierbatzstrasse.“
Während der Anfahrt wurden die Einsatzkräfte informiert, dass auf Grund des schweren Unfalls mehrere Büsche zu brennen begonnen haben. Nach dem Eintreffen der FF Perchtoldsdorf verschaffte sich der Einsatzleiter HBI Wilhelm Nigl einen Überblick über die Situation und alarmierte weitere Feuerwehren nach.
Währenddessen kümmerten sich die Einsatzkräfte gemeinsam mit dem Roten Kreuz um die verletzten und geschockten Personen. Die nachrückenden Feuerwehren Kaltenleutgeben, Laab im Walde und Breitenfurt wurden den verschiedenen Schadstellen zugeteilt und begannen sofort mit den Menschenrettungen und der Brandbekämpfung.

Parallel musste das gemeinsame Vorgehen mit den Rettungsteams koordiniert werden. Weiteres wurden mindestens drei Personen an der Unfallstelle vermisst. Die Personensuche übernahm die Feuerwehr Laab im Walde.
Zeitgleich wurde mit drei hydraulischen Rettungssätzen und speziellem Gerät für technische Einsätze an den Unfall-Pkws gearbeitet. Nach und nach konnten die insgesamt 7 Personen befreit, gerettet und an die Rettungsteams übergeben werden.

Eine Stunde lang wurde den Einsatzkräften von Feuerwehr und Rettung alles abverlangt, um das Übungsszenario zu bewältigen. Diese Leistung wurde anschließend im Feuerwehrhaus Perchtoldsdorf auch von den Übungsbeobachtern gewürdigt. Der Rettungs-Bezirkskommandant Clemens Mezriczky, Zugsführer Dominik Haindl vom Roten Kreuz und Unterabschnittskommandant HBI Kurt Raitmar sowie ABI Franz Jezek seitens der Feuerwehr verfolgten mit großer Aufmerksamkeit die Übung.

Im Anschluss an die Übung wurden die Erkenntnisse und Verbesserungsvorschläge gemeinsam mit den Rettungskräften besprochen und aufgearbeitet.
