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Oö: Schwerlastregal mit Gefahrgut eingestürzt: Übung am „Blue Danube Airport“

Linz-Hörsching (Oö): Am Abend des 24. Oktober 2012 trafen sich die Gefährliche-Stoffe-Einheiten des Abschnittes Linz-Land im Bereich des Frachtterminals des Flughafen Linz-Hörsching, um ihre gemeinsame Herbstübung abzuhalten.

Folgende Übungsaufgabe galt es zu lösen: In einer der Boxen des Gefahrgutlagers des Flughafen-Fracht-Terminals stürzte ein Schwerlastregal ein. Dabei wurden einige Gefahrgutfässer beschädigt. Unter anderem traten ein Chlorreiniger, Batteriesäure und Chlorgranulat aus den beschädigten Behältern aus. Durch eine chemische Reaktion des Chlorgranulates mit der Batteriesäure bildete sich Chlorgas. Die Chlorgaswolke aktivierte den Rauchmelder in der Box, woraufhin die Flughafenbetriebsfeuerwehr über die Brandmeldeanlage alarmiert wurde.

Der diensthabende Einsatzleiter der Flughafenfeuerwehr forderte nach seiner Lageerkundung die Gefährliche-Stoffe-Einheiten des Abschnittes Linz-Land – die Feuerwehren Hörsching, Freindorf, Leonding und Traun – und die BF Linz mit dem Gefährliche-Stoffe-Fahrzeug zur Hilfeleistung an.

Von der als erstes eingetroffen FF Hörsching wurde sofort eine Einsatzleitung aufgebaut, die Frachtpapiere der eingelagerten Stoffe angefordert und Informationen über die Chemikalien eingeholt. Weiteres ging ein Trupp unter Schutzstufe 3 in das Gebäude vor, um eine genauere Lageerkundung durchzuführen. Dem Trupp gelang es eine weitere chemische Reaktion zu verhindern und begann die umgestürzten Fässer aufzustellen und aus dem Gebäude zu verbringen. Nach ihrem Eintreffen wurde durch die FF Traun eine Dekontaminationsstelle aufgebaut, die FF Freindorf übernahm mit einem Trupp unter Schutzstufe 2 den Brandschutz bzw. unterstützte mit der restlichen Mannschaft die beiden Kameraden der BF Linz beim Aufbau der angeforderten Geräte aus dem Gefährliche-Stoffe-Fahrzeug. Die FF Leonding rüstete einen Trupp unter Schutzstufe 3 aus und löste den Trupp der FF Hörsching ab. Der Leondinger Trupp verbrachte die restlichen Fässer aus dem Gebäude, barg die ausgetretenen Chemikalien bzw. pumpte sie aus dem Auffangbecken der Box in Auffangfässer ab.

Nach zwei Stunden Übungsdauer konnte von den Übungsverantwortlichen und den teilnehmenden Feuerwehren ein sehr positives Resümee über den Ablauf der Übung gezogen werden.

http://www.ff-hoersching.at

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