Niederösterreich: Hochwasser-Generalalarm für Donau ausgelöst
Niederösterreich: Der Regen hat in der Nacht auf Samstag, 1. Juni 2013, aufgehört, die Hochwassersituation hat sich vorerst entspannt. Am Nachmittag soll es aber wieder stark regnen, die Feuerwehr rüstet sich für neue mögliche Überflutungen und löste Generalalarm an der Donau aus.
Die Donau steigt langsam, aber stetig. Der Scheitel des Hochwassers, das von Bayern kommt, ist nach derzeitiger Prognose am Montag oder Dienstag zu erwarten. Es dürfte sich um ein 20-jährliches Hochwasser handeln, das für die Hochwasserschutzeinrichtungen kein Problem darstellen sollte, heißt es vom hydrografischen Dienst.
Vollausbau des Hochwasserschutzes wird errichtet
Aus Sicherheitsgründen löste die Feuerwehr am Samstagvormittag dennoch Generalalarm entlang der Donau aus: „Wir haben etwa 100 Feuerwehren entlang der Donau in Alarmbereitschaft versetzt, nach den derzeitigen Prognosen ist ein Hochwasser wie 2009 zu erwarten. Das entspricht einem Pegelstand von etwa neun Metern. Und daher sind wir dabei, entlang der gesamten Donau den Vollausbau zu errichten“, sagte Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner.
Konkret werden ab Samstagnachmittag von Westen her neue Regenwolken erwartet. Da die Böden kein Wasser mehr aufnehmen können, werden die Pegel der Flüsse in der Nacht auf Sonntag speziell im Mostviertel wieder steigen. Lokal sind Überflutungen und Muren möglich. Vor allem die Ybbs, die Erlauf und die Pielach dürften stark ansteigen. Im Wald-, Wein- und Industrieviertel werden die Niederschläge nicht so intensiv sein. Thomas Ehrendorfer vom hydrografischen Dienst erwartet dort daher keine Hochwasserereignisse.
Laut Fahrafellner „kein Grund zur Panik“
„Grund zur Panik“ bestehe entlang der Donau jedenfalls nicht, so Fahrafellner. Seit Samstagvormittag sind 200 Feuerwehrleute im Einsatz. „Für den Hochwasserschutz in der Wachau ist das die Feuertaufe. Die Aufbauarbeiten verlaufen nach Plan. Notfalls kann der Hochwasserschutz noch bis zu einem Pegel von elf Metern ausgebaut werden. Wir sind derzeit bei Stufe 3 von 5“, so Niederösterreichs Landesfeuerwehrkommandant gegenüber noe.ORF.at.
Mit kleineren Überschwemmungen sei derzeit nur in den unteren Gemeindebereichen von Melk und Emmersdorf zu rechnen, so der Sprecher. Aber auch die Sommersiedlungen in Kritzendorf und in Klosterneuburg, die sich im Hochwassergebiet befinden, würden überflutet werden, hieß es. Die örtlichen Feuerwehren seien bereits im Einsatz, sagte Feuerwehrsprecher Franz Resperger.
