Österreich: Feuerwehr warnt: Brandgefährliche Hitze in Österreich
Österreich: Manche jubeln über die kommenden hochsommerlichen Tage, andere verfluchen sie. Egal, wie man aber zu hohen Temperaturen steht, erwartete Werte von 35 Grad Celsius und mehr -und das noch bis über das Wochenende hinaus- sorgen für eine für Österreich ungewohnte Situation: Der Bundesfeuerwehrverband warnte am Dienstag vor akuter Waldbrandgefahr.
Es ist nicht nur die Hitze – für den heurigen Juli wurden in weiten Teilen Österreichs die geringsten Niederschlagsmengen seit Jahren verzeichnet. Das ist nicht nur für Wälder, sondern auch für Wiesen, Hecken und Böschungen im wahrsten Sinne des Wortes brandgefährlich. Als besonders hoch stuft der Bundesfeuerwehrverband das Risiko in der Steiermark, in Kärnten, im Burgenland sowie in Salzburg, Nieder- und Oberösterreich ein.
Trügerisches Empfinden von Kühle im Wald
Mit jedem Tag nehme die Waldbrandgefahr derzeit weiter zu, unterstreichen die Brandbekämpfer. Für Österreich gelten ab sofort Verhaltensregeln, wie man sie am ehesten als Sommerurlauber aus Mittelmeerländern kennt: Bei Ausflügen in Wald- und Wiesengebiete sollten keine Zigaretten geraucht beziehungsweise die Stummeln zumindest wieder mitgenommen werden, empfiehlt der Verband. Dringend abgeraten wird von Lagerfeuern sowie von der Verwendung von Kerzen und Fackeln. Auch wenn die Kühle des Waldes einen anderen Eindruck vermittle: Laub und Gräser seien derzeit „staubtrocken“, unterstreicht der Feuerwehrverband. Geht es nach den Wettervorhersagen, wird es eine ganze Weile dauern, bis sich das ändert: Abgesehen von einer leichten „Delle“ am Donnerstag – mit Temperaturen, die aber immer noch bei bis zu 30 Grad Celsius liegen dürften – ist derzeit kein Ende der Hitze vor allem im Osten Österreichs in Sicht.
Selbst Auspuffrohre werden zur Gefahr
Selbst kleine Glasscherben oder Teile von Blechdosen können bei den derzeitigen Klimabedingungen durch Spiegelung und die Bündelung von Sonnenlicht Wald- und Wiesenbrände auslösen. Was allein schon aus Rücksicht auf die Natur immer gelten sollte, gilt nun auch wegen unmittelbar davon ausgehender Gefahr: In Wald- und Wiesengebieten sollten keine Flaschen und Dosen weggeworfen oder zurückgelassen werden. Besondere Brandgefahr geht auch von Katalysatoren und Auspuffrohren von Autos aus, die am Rand von Waldwegen im Gras, auf Wald- und Wiesenzufahrten oder auf Unterstellplätzen im Freien abgestellt werden. Trockenes Gras und Laub könne sich durch die abstrahlende Hitze rasch entzünden, wird betont. Bei einem Brand solle man umgehend den Notruf 122 wählen und allenfalls in sicherem Abstand das Eintreffen der Helfer abwarten, um sie einzuweisen.
