Steiermarks Feuerwehren als Nutzwasserversorger
Steiermark: Bei sonnigem Wetter fühlen sich die meisten Menschen wohl. Jedoch bringen extreme Hitze und Trockenperioden, wie in den letzten Tagen aufgetreten, Gefahren für Mensch und Tier mit sich.
Die vergangenen niederschlagsarmen und sonnig heißen Tage wirken sich zunehmend auch auf die Vegetation aus – sie bereiten der Landwirtschaft ernste Sorgen. Auch die nächsten Tage sowie das kommende Wochenende werden von großer Hitze geprägt sein. Das Wasser wird in manchen steirischen Regionen knapp. Vermehrt werden Hausbrunnen leer. Nicht verwunderlich, dass hier Feuerwehren zunehmend Nutzwasser anliefern müssen.

Von den 1.750 geleisteten „technischen Hilfestellungen“ im Juli, waren steiermarkweit bisher 843 Nutzwassertransporte (z.B. zur Wasserversorgung, Schwimmbadfüllen etc.) durch die Feuerwehren zu verzeichnen, die Tendenz der Nutzwassertransporte ist ob der anhaltenden Trockenheit mit großer Wahrscheinlichkeit als steigend anzunehmen.
Nutzwassertransporte durch die Feuerwehren werden quer über die Steiermark getätigt, gehäufter treten sie im Moment in den südlichen Teilen des Steirerlandes, wie auch in einzelnen Regionen der Obersteiermark auf.
Eine Entspannung für die Vegetation könnten nur ausgiebige Regenfälle bringen, die sich derzeit aber nicht abzeichnen.
Akute Waldbrandgefahr
Brandgefährlich ist es durch die Trockenheit allerdings auch in den Wäldern bzw. auf Wiesenflächen. Wiesen- und Waldbrände sind bei dieser Dürre keine Seltenheit. Zu 49 Wald-, Wiesen- und Heckenbränden wurden die Feuerwehrkräfte im Juli alarmiert.
Die Brandgefahr spitzt sich weiter zu, weil auch in den nächsten Tagen kein Regen zu erwarten ist. So wird seitens des Landesfeuerwehrverbandes Steiermark von der Durchführung von Lagerfeuern dringend abgeraten, wie auch von der Verwendung von Kerzen oder Fackeln im Freien. Bereits kleine Glasscherben oder Blechdosenteile können durch die Spiegelung bzw. Bündelung des Sonnenlichtes Wald- und Wiesenbrände auslösen. Daher sollten – neben dem Aspekt des Umweltschutzes – keine Dosen oder Flaschen achtlos weggeworfen oder zurückgelassen werden.
Besondere Brandgefahr geht auch im Bereich von Katalysatoren bzw. Auspuffrohren von Kraftfahrzeugen aus, wenn diese am Rand von Waldwegen im Gras, auf Wald- und Wiesenzufahrten oder z.B. auf Unterstellplätzen im Freien abgestellt werden. Trockenes Gras bzw. Laub kann sich durch abstrahlende Hitze rasch entzünden.
Wer einen Waldbrand entdeckt, sollte umgehend den Feuerwehr-Notruf 122 wählen und diesen melden. Allenfalls ist anzuraten, in sicherer Entfernung zum Brand auf das Eintreffen der Einsatzkräfte warten, um diese bei Bedarf einweisen zu können.
Auch beim Grillen im Freien sollte im Moment größte Vorsicht walten gelassen werden. Wichtig ist, vor allem auf einen feuerfesten Untergrund sowie auf ausreichend Abstand zu trockenem Gras, Sträuchern bzw. zu Bäumen zu achten.
