Stmk: Zwei Todesopfer bei Silo-Gärgasunfall in Pfarrsdorf
Pfarrsdorf (Stmk): Ein 63-jähriger Mann und seine 54-jährige Gattin starben bei dem Silounfall an einer CO2-Vergiftung. Die 32-jährige Tochter, die helfen wollte, brach ebenfalls zusammen. Sie wurde reanimiert.
Es waren dramatische Szenen, die sich am Samstag am frühen Abend, 31. August 2013, auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Pfarrsdorf abspielten. Feuerwehr und Rettung – Erstere musste mit schwerem Atemschutz in den Silo hintersteigen und die leblosen Personen bergen – kämpften verzweifelt um das Leben eines Landwirteehepaares und seiner erwachsenen Tochter. Doch nur die 32-Jährige konnte wiederbelebt werden.
Für den 63-jährigen Landwirt und seine 54-jährige Ehefrau kam jede Hilfe zu spät. „Der Bauer hatte am Vormittag mit dem Befüllen begonnen“, berichtet ein Beamter der Polizei Bad Radkersburg, die von der Landesleitzentrale der Feuerwehr alarmiert worden war. „Am Nachmittag hat er dann mit der Fräse im Silo weitergearbeitet und diese dann offenbar ausgeschaltet.“ Solange die Fräse eingeschaltet war, war das Arbeiten im Silo ungefährlich. Doch danach bildeten sich die so oft tödlichen Klärgase.
Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen dürfte der 63-Jährige leblos zusammengebrochen sein. Seine Ehefrau wollte helfen – auch sie stieg in den Silo, was auch für sie tödlich enden sollte. Nur die 32-jährige Tochter des Ehepaares, die von den Einsatzkräften ebenfalls in bewusstlosem Zustand im Silo gefunden wurde, überlebte das Unglück. Ihr Bruder hatte seine Angehörigen im Silo entdeckt und die Einsatzkräfte verständigt. Dann kam zufällig ein Rot Kreuz-Helfer vorbei. Die 32-Jährige wurde mit dem Rettungshubschrauber ins LKH Graz geflogen. Ihr Zustand soll noch immer ernst sein.
