Deutschland: Klärschlamm-Faulgasgeruch führt zu einem Feuerwehreinsatz
Düsseldorf (Deutschland): Um 08.13 Uhr des 22. Oktober 2013 wurde die Feuerwehr Düsseldorf zu einem Mehrfamilienhaus auf die Rather Straße gerufen. Der Anrufer meldete einen Gasgeruch im Treppenraum. Die Einsatzleitstelle entsendete …
… unverzüglich den zuständigen Löschzug von der Münsterstraße und benachrichtigte die Stadtwerke. Es gab keine Verletzten und es bestand keine Explosionsgefahr. Ein Werkfeuerwehrmann, selbst Bewohner des Hauses auf der Rather Straße bemerkte den eigenartigen Geruch und alarmierte die Feuerwehr. Die Einsatzkräfte vor Ort bestätigten die Geruchsbelästigung. Laut dem Einsatzleiter vor Ort roch es im Treppenraum nach einer Kohlenstoffverbindung, wie zum Beispiel dem brennbaren Gas Propan oder Butan. Zum Schutz der Bewohner wurde das Gebäude sofort geräumt und die sieben Personen vom Rettungsdienst betreut.
Um die Einsatzstelle zu sichern, war es erforderlich die Rather Straße für den fließenden Verkehr zu sperren. Über die Sperrung wurden durch die Leitstelle der Feuerwehr die Verkehrsleitzentrale der Landeshauptstadt und die Rheinbahngesellschaft benachrichtigt, sodass Letztere auch die Fahrgäste informieren konnte. Die Feuerwehr suchte nun in enger Abstimmung mit den Stadtwerken nach der Ursache. Alle Messungen ergaben ein negatives Ergebnis. Somit war sehr schnell klar, dass keine Explosionsgefahr bestand. Auch in den Nachgebäuden wurde der merkwürdige Geruch durch Einsatzkräfte festgestellt. Alle betroffenen Gebäude wurden somit umfangreich mit Frischluft belüftet. Die Ursache war nach knapp 30 Minuten gefunden. In einem nahegelegenen Autohaus wurden in den Morgenstunden die Klärschlämme abgepumpt. Dabei sind vermutlich Faulgase freigesetzt worden, die schwere als die Luft sind und somit in Gruben, Senken und Kellergeschosse fließen.
Um 9.15 Uhr konnte die Rather Straße für den Verkehr wieder freigegeben werden, die Einsatzkräfte rückten ein. Im Einsatz waren der Löschzug Münster Straße, zwei Sonderfahrzeuge für Atemschutz und Messtechnik und ein Rettungswagen. Die Stadtwerke werden zeitgleich von der Feuerwehrleitstelle verständigt und schicken den Entstörungsdienst zur Einsatzstelle.
