Oö: Herausfordernde Übungsszenarien bei Herbstübung in Kopfing

Kopfing (Oö): Die Freiwillige Feuerwehr Kopfing führte gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Engertsberg und dem Roten Kreuz, Ortsstelle Kopfing, am Sonntag, den 27. Oktober 2013, in der Ortschaft Bartenberg die alljährliche Herbstübung durch.
Dabei galt es zwei verschiedene Übungsszenarien parallel zu bewältigen. Übungsannahme war einerseits ein Brand in einem alten Wohnhaus und andererseits ein Verkehrsunfall mit zwei PKW bei der Zufahrt zum Brandobjekt .
Der Kommandant der FF Kopfing, HBI Hermann Jobst, stellte bei der Lageerkundung durch die Befragung von Anrainern fest, dass in dem brennenden Haus noch zwei Kinder vermisst wurden. Eine besondere Gefahr barg die teilweise Durchbruchgefahr in dem alten Haus.
Unverzüglich gab er an die Besatzung des TLF Kopfing den Befehl für die Personensuche mit schwerem Atemschutz und den Löschangriff. Den Aufbau der Zubringerleitung von einer nahen Löschwasserentnahmestelle übernahm die Besatzung des KLF Engertsberg.

Zeitgleich wurde vom Gruppenkommandant des RLF Engertsberg, HFM Ralf Kreuzer, die erste Lagebeurteilung beim Verkehrsunfall durchgeführt.
Bei der Zufahrt zum Übungsobjekt waren zwei Fahrzeuge kollidiert. Beide Fahrzeuge kamen in der angrenzenden abschüssigen Wiese übereinander zum Liegen. Der untere PKW lag auf dem Dach. Darin befanden sich zwei Personen, die sich nicht alleine befreien konnten. Ein weiterer Verletzter (Unfalldummy) lag unter der Motorhaube und war bis zur Brust eingeklemmt. Im zweiten Fahrzeugen befand sich ebenfalls ein eingeklemmter Dummy.
Die Besatzungen des LFB Kopfing und des RLF Engertsberg teilten sich die Abarbeitung des komplexen Übungsszenarios auf.

Als wichtigste Erstmaßnahmen wurden das Sichern der Fahrzeuge mit einem Steckleiterteil und mit dem Stabilisierungssystem „Stab-Fast“, die Erstversorgung und Betreuung der Verletzten sowie der Aufbau eines zweifachen Brandschutzes veranlasst.
In weiterer Folge konnten mit Hilfe der beiden hydraulischen Rettungsgeräte die eingeschlossen Verletzten gerettet und dem Roten Kreuz zur weiteren Versorgung übergeben werden.
Eine besondere Herausforderung stellte die unter dem Fahrzeug eingeklemmte Übungspuppe dar.
Mit Hilfe von pneumatischen Hebekissen, Spreizer und Unterleghölzern konnten die aufeinanderliegenden Fahrzeuge soweit angehoben und gesichert werden, dass der Verletzte so schonend wie möglich gerettet werden konnte.

Am Anschluss an die Herbstübung wurden direkt vor Ort die gesetzten Maßnahmen und mögliche Verbesserungen gemeinsam besprochen. Insbesondere Übungsleiter OBI Josef Strasser und der als externer Übungsbeobachter eingeladene OBI Florian Reitinger von der FF Taufkirchen a.d. Pram gaben den Kameraden wertvolles Feedback für zukünftige Einsätze.
Abschließend gab es im Feuerwehrhaus Kopfing noch eine kleine Stärkung. HBI Hermann Jobst richtete Dankesworte an OBI Josef Strasser für die perfekte Übungsplanung, OBI Florian Reitinger für die objektive Übungsbeobachtung, OFM Anton Steininger für die Zurverfügungstellung des Übungsobjekts und FM Hermann Glas (Firma Auto Glas) für die Bereitstellung samt Abtransport der Unfallautos.
Fotos: FF Kopfing und FF Engertsberg
