Vbg: Brandjahr 2013 in Vorarlberg: Drei Tote und 15 Verletzte
Vorarlberg: Die Brandverhütungsstelle hat Bilanz über das Einsatzjahr 2013 gezogen. Demnach gab es bei Bränden in Vorarlberg drei Todesopfer zu beklagen, 15 Personen wurden verletzt. Die Schadenssumme hingegen ist im Vergleich zu 2012 deutlich zurückgegangen.
Drei Menschen starben 2013 bei Bränden: In Bludenz erlag ein Mann seinen Verbrennungen nach einem Brand eines Mehrfamilienhauses. In Dornbirn kam ein 54-Jähriger durch eine Rauchgasvergiftung ums Leben und in Mittelberg überlebte ein 38-Jähriger ein Feuer nicht. Zudem gab es 15 Verletzte, bilanziert der Leiter der Brandverhütungsstelle, Kurt Giselbrecht, über das Jahr 2013.
Heiz- und Elektrogeräte häufigste Ursachen: Besonders gefährlich seien Rauchgase, sie waren für 70 Prozent der Verletzungen verantwortlich. Am häufigsten entstanden Brände weiterhin durch Heiz- und andere Elektrogeräte, etwa durch vergessene, eingeschaltete Herdplatten oder überhitztes Fett, so Giselbrecht. Sie waren für mehr als die Hälfte der Wohnungsbrände verantwortlich.
Deutlich weniger Sachschaden: Die Feuerwehreinsätze bei Gebäudebränden nahmen 2013 mit 296 Ausrückungen im Vergleich zum Vorjahr leicht zu (2012: 282). Die Brandschäden beliefen sich laut Schätzungen auf rund sieben Mio. Euro (2012: 24,8 Mio.). Den deutlichen Rückgang begründete Giselbrecht damit, dass es 2013 keine spektakulären Großbrände mit hohem Sachschaden in Vorarlberg gegeben habe. Der größte Schaden mit 1,7 Mio. Euro entstand demnach bei einem Feuer in einem Sägewerk in Vandans (Bezirk Bludenz).
Ein Viertel der Brände durch Brandmelder erkannt: Immerhin ein Viertel der Gebäudebrände sei durch automatische Brandmeldeanlagen erkannt worden, so der Experte. „Je früher ein Brand entdeckt wird, umso erfolgreicher können Menschenrettung und Brandbekämpfung erfolgen“, erinnerte er.
Rund 900 Mal alarmierten Brandanlagen die Feuerwehr, allerdings waren davon rund 760 Fehl- und Täuschungsalarme. „Diese Zahl gilt es unbedingt zu reduzieren“, sagte Giselbrecht. Man habe daher einen Folder für die Feuerwehren dazu ausgearbeitet.
