Technisch

Nö: Komplexe Fahrzeugbergung aus dem Wasser in Bisamberg

Bisamberg (Nö): Für die Feuerwehren Bisamberg und der Stadt Korneuburg war am 26. April ein nicht alltäglicher technischer Einsatz zu bewältigen:

Die örtlich zuständige FF Bisamberg hatte die Feuerwehr der Stadt Korneuburg um Unterstützung bei einer Fahrzeugbergung gebeten. Im Bereich des Tresdorfer Wehrgrabens war ein Pkw (Mercedes Coupe) in den Graben gestürzt. Das Unfallfahrzeug war mit den Rädern teilweise im Wasser zum Stehen gekommen. Die Insassen konnten den Wagen unverletzt verlassen.

Vorerst war die Feuerwehr der Stadt Korneuburg mit einem Kommando- und dem KFZ- Bergefahrzeug mit Kran und sechs Mann ausgerückt. Die FF Bisamberg war bereits mit einem Kommando- und einem Rüstlöschfahrzeug (beide mit Seilwinde ausgestattet) im Einsatz.

Da das Unfallfahrzeug ca. zu einem 1/3 mit Wasser gefüllt und der Graben an die drei Meter tief war, langte der Ladekran des ASP Korneuburg recht bald an seiner Leistungsgrenze an. Daher entschied der Einsatzleiter der FF Bisamberg, HBI Fritz Haller, mit dem Zugskommandant der Feuerwehr der Stadt Korneuburg, BM Bernhard Brunnhuber, weitere Kräfte aus Korneuburg nachalarmieren zu lassen. Es wurden das 1. TLF, das SRF sowie das Rüstfahrzeug Unimog (alle mit Seilwinde ausgestattet) ausrückend gemacht.

Es galt das Unfallfahrzeug so zu bergen, sodass es nicht weiter beschädigt wurde. Erschwerend kam hinzu, dass die Entwässerungsanlage (ein automatischer Schieber am Wehr) begonnen hatte, den Graben langsam aber sicher zu fluten. Gegen Ende des Einsatzes standen die Kameraden mit Wathosen bis zu den Hüften im Nass!. Das Unfallfahrzeug wurde daher mit vier Fahrzeugseilwinden jeweils an den Rädern angeschlagen und parallel zum Flussbett ausgerichtet. Erst dann konnte der Wagen mittels Trapezstangen, Hebekreuz, Hebebändern und den Ladekranen von RÜST 1+3 der Feuerwehr der Stadt Korneuburg aus der misslichen Lage gehoben werden. Der Mercedes wurde danach mittels Bergefahrzeug aufgenommen und gesichert abgestellt.

Nach gut zwei Stunden und 40 min konnte der Einsatz erfolgreich beendet werden.

Eingesetzte Kräfte: FF Bisamberg: 3 Fahrzeuge, 23 Mann, Feuerwehr der Stadt Korneuburg: 5 Fahrzeuge, 17 Mann

Harold / FF Bisamberg sowie FF Korneuburg

Freiw. Feuerwehr der Stadt Korneuburg

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