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Nö: Starkregen 2014 -> Lilienfeld zieht eine erste Bilanz

Lilienfeld (Nö): Seit 18:00 Uhr des 17. Mai 2014 ist der Katastrophenalarm im Bezirk Lilienfeld endgültig aufgehoben, am Abend sind auch die letzten Feuerwehren vom Einsatz eingerückt.

Alles in allem ist der Bezirk mit einem „blauen Auge“ davongekommen. Rund 700 Mitglieder der Feuerwehren des Bezirkes und 160 Mann von fünf KHD Zügen sicherten rund 1.000 Objekte entlang der Traisen, Unrechttraisen und Gölsen.


Gesamt wurden zwischen 15.000 und 20.000 Sandsäcke befüllt und zu Sandsackverbauten geschlichtet. Die Feuerwehren des Bezirkes wendeten dafür in etwa 10.000 freiwillige und unentgeltliche Stunden auf. Umgelegt auf einen Lohn von € 20,– pro Stunde wäre dies ein Betrag von € 200.000,–, die Werte, die dabei gerettet werden konnten sind unschätzbar.
Bei diesem eher untypischen Hochwasser haben die bereits errichteten oder erweiterten Hochwasserschutzbauten, wie etwa entlang der Traisen in Lilienfeld, Schrambach oder Lehenrotte, Schlimmeres verhindert, weitere notwendige Maßnahmen wurden aufgezeigt. Es liegt nun an den Verantwortlichen, diese umzusetzen.


Trotzdem standen auch diesmal wieder zahlreiche Keller unter Wasser, die meisten davon allerdings durch den steigenden Grundwasserspiegel, das Eindringen von Oberflächen- oder Flusswasser konnten meist verhindert werden. In Lilienfeld etwa musste das Einkaufszentrum geschlossen, das Hochwassersystem montiert sowie Grund-& Oberflächenwasser abgepumpt werden, um ärgere Schäden zu verhindern.


Die Bezirksalarmzentrale „Florian Lilienfeld“ war von Freitagmorgen bis Samstagabend durchgehend besetzt und verzeichnete in der „heißen Phase“ des Hochwassers Notrufe im Minutentakt, die umgehend per Funk an die Feuerwehren vor Ort weitergegeben wurden. Meist konnten diese Einsätze in kürzester Zeit, je nach Priorität, abgearbeitet werden. Eine Evakuierung in Lehenrotte, die zur Menschenrettung wurde, zu rettende Tiere, ein aufschwimmender Gastank in Wiesenfeld abgeschnittene Häuser oder einige Murenabgänge, wie zum Beispiel in Türnitz oder Wiesenfeld, waren nur einige der Herausforderungen für die Einsatzkräfte.


Ein großes Lob und ein noch größeres DANKE gibt`s von den Einsatzkräften an Firmen, stellvertretend seihen hier die Bäckerei Schindl und Spar Binder genannt, die sich sofort bereit erklärten und Verpflegung unentgeltlich zu Verfügung stellten. Lob und Dank gibt`s aber auch den unzähligen Privatpersonen, die sich ohne lange zu fragen mithalfen, Sandsäcke zu füllen oder Verpflegung für die Einsatzkräfte zubereiteteten – und zum Großteil auch spendeten.


Die meisten Aufräumarbeiten konnten unter anderem mit Hilfe der KHD Einheiten von Horn und Krems bereits am Samstag, 17. Mai 2014, erledigt werden, bei Erreichen der Normal-Wasserstände der Flüsse werden sicherlich noch weitere Arbeiten notwendig werden, um z.B. Wurzelstöcke oder Baumstämme und Geäst aus den Gewässern zu beseitigen.

Bezirks-Feuerwehrkommando Lilienfeld

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