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Ktn: Mutwillig ausgelöste Fehlalarme können teuer werden

Kärnten: Im Casino Velden hat ein betrunkener Mann Freitagnacht, 20. Juni 2014, einen Fehlalarm der Feuerwehr verursacht. Jeden Monat kommt es bei den Kärntner Einsatzkräften zu Fehlalarmen. Wurde dieser absichtlich ausgelöst, kann das mehrere tausend Euro kosten.

Der Betrunkene hatte Freitagnacht im Casino velden den Notrufknopf gedrückt, die Feuerwehr rückte zum Großeinsatz aus. Der Mann konnte ausgeforscht werden, er wird angezeigt und muss die Einsatzkosten übernehmen. Fehlalarme, die zu einem Rettungseinsatz führen, obwohl nichts passiert ist, kommen auch beim Roten Kreuz immer wieder vor. Rund ein Mal im Monat gebe es beim Roten Kreuz einen Fehlalarm, sagt Bernhard Dreschl von der Leistelle des Roten Kreuzes. Häufig werde gleich ein dramatischer Unfall geschildert, weswegen das Rote Kreuz auch Notarzt und Feuerwehr alarmieren muss.

Kommen die Anrufe aus einer Telefonzelle oder stimmen Standort des Anrufers und Einsatzort nicht überein, werden die Rettungssanitäter skeptisch. Meist wissen die Rettungskräfte erst am Einsatzort, ob es sich um einen falschen Alarm handelt. Notarzt und Einsatzfahrzeuge bleiben so für diese Zeit für Menschen blockiert, die tatsächlich Hilfe brauchen würden.

Brieftasche verloren, Raub vorgetäuscht: Auch die Kärntner Polizisten rücken mitunter wegen eines Fehlalarms aus. Heuer habe es bereits zwei missbräuchliche Alarmierungen gegeben, sagt Arthur Lamprecht von der Einsatzabteilung. In einem Fall habe ein Betrunkener seine Brieftasche verloren und hoffte wohl auf Hilfe der Polizei, bei der er einen Raub anzeigte.
Werden die Einsatzkräfte absichtlich zu einem falschen Einsatz gerufen, wird der Anrufer ausfindig gemacht und zur Kasse gebeten. Die Kosten reichen von 200 bis zu mehreren Tausend Euro, je nachdem wie lange der Einsatz dauert und wie aufwendig er ist. Über Anrufnummer und Netzbetreiber sei es gut möglich, den Anrufer zu ermitteln, warnt Hermann Maier von der Landesalarm- und Warnzentrale. Grundsätzlich gelte im Notfall und Zweifel aber, lieber einmal zu oft anrufen.

ORF Kaernten

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