Deutschland: Feuerwehreinsätze nach Kampfmittelfund in Hamburg
Hamburg (Deutschland): Im Zuge von geplanten Erdarbeiten wurden am späten Abend des 20. Juni 2014 Areale des Airport auf Abwurfmunition und Munitionsteile sondiert. Hierbei wurden zwei Verdachtsfälle aufgetan, die in den beiden Nächten am Wochenende überprüft wurden.
Für den ersten Verdachtsfall begaben sich die benötigten Einsatzressourcen am Freitag ab 22:00 Uhr zum Airport und nahmen an den vorbestimmten Plätzen Aufstellung. Nach der regelhaften Einstellung des Flugverkehrs, um 23:05 Uhr, konnte der Verdachtsgegenstand durch den Kampfmittelräumdienst in Augenschein genommen werden. Bei dem Gegenstand handelte es sich einen großen Bombensplitter und Reste eines Leitwerkes. Aufgrund der Fundstücke war eine Sperrzone oder ein Warnradius nicht notwendig.
Bei dem zweiten Verdachtsmoment, der am 21.06.2014, ebenfalls in den frühen Nachtstunden untersucht wurde, handelte es sich um eine 1.000 lbs. (ca. 500 kg) amerikanische Fliegerbombe mit je einem Kopf- und einem Heckzünder. Aufgrund des Fundstückes wurde ein Sperrradius von 300 Meter und ein Warnradius von 800 Meter festgelegt. Im Sperrradius war keine Wohnbebauung vorhanden, der Tower und das Geschäftsfliegerzentrum wurden geräumt. Die Polizei hat die Bevölkerung im Warnradius entsprechend gewarnt. Nachdem der Sprengmeister die Bombe entschärft hatte, konnten alle Maßnahmen zurück genommen werden.
Zeitgleich erreichten die Rettungsleitstelle mehrere Anrufe, die von Unfällen auf der A1 berichteten. Alle Anrufe hatten unterschiedliche Ortsangaben. Aus diesem Grund endschied die Leitstelle zwei Kräftekontingente zu entsenden. Neben den bodengebundenen Einheiten wurde ebenfalls der Rettungshubschrauber Christoph Hansa entsandt, der aus der Luft ein entsprechendes Lagebild melden sollte. Es handelte sich um einen Unfall unter Beteiligung von drei Pkw. Hierbei wurden zwei Personen leicht verletzt. Nach rettungsdienstlicher und notärztlicher Versorgung konnten die Patienten in die umliegenden Krankenhäuser befördert werden. Für die Zeit der Hubschrauberlandung und die Reinigung der Fahrbahn blieb die A1 Richtung Süden voll gesperrt.
