Nö: Mehrere Explosionen nach Brandausbruch auf Firmengelände in Pottendorf
Pottendorf (Stmk): Auf einem Flachdach eines örtlichen Bürogebäudes in Pottendorf kam es am 15. August 2014 nach Flämmarbeiten zu einem Brandausbruch, welcher rasch außer Kontrolle geriet.
Rasend schnell breiteten sich in Folge die Flammen aus. Gegen ca. 11:20 Uhr langten unzählige Meldungen über Notruf 122 bei der Feuerwehr-Bezirksalarmzentrale Baden ein. Dabei wird auch von Explosionen gesprochen.
Umgehend wurde die örtliche Freiwillige Feuerwehr Pottendorf und die FF Landegg zu dem Brand alarmiert. Noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr sind zwei Gasflaschen explodiert. Als das erste Fahrzeug der FF Pottendorf unter der Leitung von Feuerwehrkommandant Adolf Pfingstl am Einsatzort eintraf, stand bereits das ganze Flachdach und Teile des 1. Stockwerkes des eingeschossigen Bürotraktes in Vollbrand.

Auf der Fahrbahn und im Umfeld lagen unzählige Trümmerteile. Dichter massiver schwarzer Rauch hüllte das Objekt ein. Anfänglich hieß es, dass sich noch zwei Personen am Dach befinden sollten. Zwei angrenzende Nachbarfirmen waren durch den Brand ebenfalls gefährdet.

Sofort ließ der Feuerwehreinsatzleiter die Teleskopmastbühne in Stellung bringen, um am brennenden Dach die die noch vermuteten Arbeiter aufzufinden und die Lage von oben aus zu erkunden. Es konnten jedoch am Dach keine Personen mehr wahrgenommen werden.

Durch die Größe des Brandobjekts wurden mehrere Brandabschnitte gebildet. Die Mannschaft des ersten Brandabschnittes befand sich in der Wienerstraße, welche die Aufgabe hatte, dass nebenliegende Autohaus gegen eine eventuelle Brandausbreitung zu schützen sowie einen Außenangriff mittels mehreren Löschleitungen durchzuführen.

Ein weiterer Brandabschnitt befand sich im Straßenzug Neustift. Dieser koordinierte den Innenangriff mittels Atemschutztrupps, welche im Gebäude die Löscharbeiten durchführten bzw. die noch nicht explodierten Gasflaschen kühlten und bargen.

Nachrückende Kräfte wurden beauftragt die Einsatzleitstelle und den Atemschutzsammelplatz zu errichten. Es gestaltete sich die Brandbekämpfung für die Feuerwehreinsatzkräfte äußerst schwierig, da durch die Explosionen am Flachdach ein Teil der Decke eingestürzt und mit weiteren Explosionen von noch im Gebäude befindlichen Gasflaschen zu rechnen war.
Zusätzlich hieß es dann noch, dass sich noch weitere fünf Arbeiter im Gebäude befinden sollen. Zwei Arbeiter konnten dann aufgegriffen werden. Die anderen Arbeiter dürften aber noch vor Eintreffen der Einsatzkräfte davon gelaufen sein. Diesbezüglich nahmen die ebenfalls alarmierten Polizeieinsatzkräfte die Arbeiten auf.

Weitere Gasflaschen wurden von den Feuerwehreinsatzkräften in Sicherheit gebracht. Während des Einsatzes wurde mehrere Lagebesprechung mit den Gruppen-bzw. Fahrzeugkommandanten zwecks Lageabgleich durchgeführt. Nach ca. einer einer Std. konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden.
Zwei Feuerwehrleute wurden im Zuge der Löscharbeiten verletzt. Einer erlitt bei der Bergung einer Gasflasche Verbrennungen unbestimmten Grades an der Hand, obwohl dieser Schutzhandschuhe für die Brandbekämpfung trug. Ein zweiter Feuerwehrmann erlitt in Folge aufgrund der extremen Hitze-(Brand)-belastung einen Kreislaufzusammenbruch. Beide Feuerwehrleute wurden von den Rettungskräften in Spitäler eingeliefert.
Gegen 13 Uhr konnte dann „Brandaus“ gegeben werden. Ein Brandursachenermittler der Polizei nahm bereits die Erhebungen vor Ort auf.
Im Einsatz standen sechs freiwillige Feuerwehren (FF Pottendorf, FF Landegg, FF Wampersdorf, FF Siegersdorf, FF Schranawand u. FF Baden-Weikersdorf (Atemluftfahrzeug) mit ca. 75 Feuerwehrleuten und dem ebenfalls anwesenden AFKDO Ebreichsdorf. Zusätzlich waren mehrere Rettungskräfte und Polizeieinsatzkräfte, sowie Mitarbeiter der Engerieversorgungsunternehmen für Gas und Strom im Einsatz. Der Feuerwehreinsatz konnte um 15:35 Uhr beendet werden
