Technisch

Deutschland: Mehrere Gift- und artgeschützte Schlangen sichergestellt

Düsseldorf (Deutschland): In einer Privatwohnung in Düsseldorf wurden mehrere von insgesamt 30 Schlangen sichergestellt. Fünf davon sind Giftschlangen und weitere als artgeschützt identifiziert worden.

Bei einem Einsatz des Reptiliendienstes der Feuerwehr Düsseldorf zur Unterstützung des Ordnungs- und Sicherheitsdienstes wurden in einer verwahrlosten und stromlosen Wohnung mehrere Schlangen gesichtet. Fünf von den 30 Schlangen sind extrem giftig.

Weitere sichergestellte, artgeschützte Riesenschlangen (zum Beispiel eine Boa-Constrictor) dürfen nicht ohne eine Genehmigung bzw. einen Herkunftsnachweis gehalten werden. Die Bewohnerin war augenscheinlich nicht in der Lage, die Tiere sicher und artgerecht zu halten, noch waren die erforderlichen Dokumente auf die Bewohnerin ausgestellt bzw. vorhanden.
Mehrere Tiere befinden sich aufgrund der Situation in der Wohnung in einem kritischen Zustand, sodass sich der Reptilienspezialist der Feuerwehr dazu entschied, die betroffenen Tiere zur artgerechten Haltung und weiteren Versorgung, sowie zum Schutz der Personen im Haus und der Nachbarschaft in den speziell ausgestatteten Natur- und Tierpark Brüggen zu bringen.

Hintergrund: Zur Haltung von artgeschützten Schlangen ist ein Herkunftsnachweis nötig. Da es sich bei den Schlangen u.a. um extrem giftige Tiere (Mamba, Speicobra, Bambusotter und zwei Klapperschlangen) handelt, ist solch ein Nachweis, der auf eine konkrete Person ausgestellt ist, zwingend erforderlich. Darüber hinaus müssen Schlangen unter speziellen klimatischen Bedingungen gehalten werden, ansonsten droht den Tieren eine lebensbedrohliche Unterkühlung und diverse weitere Krankheiten. Durch die umfangreiche Spezialausbildung einiger Feuerwehrmänner für den Reptiliendienst der Feuerwehr Düsseldorf sind die Kollegen in der Lage Reptilien nicht nur zu fangen, sondern auch kompetente Fachberatung zu leisten.

Feuerwehr Duesseldorf

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