Nö: Unwettereinsätze im Bezirk Scheibbs am 27. und 28. Juli 2016

SCHEIBBS (NÖ): Um 16:25 Uhr wurde am Mittwoch, 27. Juli 2016, die Freiwillige Feuerwehr Gaming zum ersten Einsatz, Auspumparbeiten in der Pockau, alarmiert. Bei der Anfahrt zum Einsatzort wurde erst das ganze Ausmaß der Unwetter sichtbar.

In der „Maut“ trat bereits der Bach über die Ufer – weiter Richtung Pockaugraben verschärfte sich die Lage weiter. Und ab dem Haus Pockau 42 gab es kein weiterkommen mehr. Auch der Rückweg wurde den ersten Feuerwehrfahrzeugen innerhalb von Minuten versperrt. So konnten wir zu diesem Zeitpunkt nicht zu den Häuser, welche uns alarmiert hatten, vorrücken.

Durch die Unterstützung der Straßenmeisterei Gaming und einem LKW der Fa. Fallmann konnten wir weiter vorrücken und die Ursache der Überflutungen feststellen. Beim Haus Pockau 44 wurde die Brücke massiv verklaust, dass an dieser Stelle der Bach über das Ufer trat. Mithilfe des Krans und einer Motorsäge wurde diese gelöst. Die Landesstraße 6155 wurde komplett unterspült und der Asphalt gehoben so das diese nicht mehr befahrbar war.  

Bereits bei der Anfahrt zum Einsatzort, wurde durch den Einsatzleiter der Feuerwehr Gaming, die Feuerwehren Kienberg und Brettl zur Unterstützung nachalarmiert. Die Feuerwehr Kienberg unterstützte uns beim Auspumpen von Kellern und die Feuerwehr Brettl führte Reinigungs- und Aufräumarbeiten in der Pockau durch.

Erst gegen 22 Uhr konnten alle Einsätze abgearbeitet werden. Insgesamt waren 9 Fahrzeuge mit über 30 Mann im Einsatz

Gresten – Land
Die Freiwillige Feuerwehr Gresten – Land wurde am 27. Juli zu insgesamt acht einzelnen Einsätzen alarmiert sowie am 28. Juli zu weiteren zwei Einsätzen.  Darunter mussten zwei Fahrzeuge geborgen werden, vier Keller wurden ausgepumpt sowie mehrere Verklausungen und Verstopfungen gelöst, um das abfließen der Bäche zu sichern. Auch eine Straßensperre musste errichtet werden.

Gesamt sind wir mit unseren 3 Fahrzeugen 125 km gefahren. Es waren an beiden Tagen 30 Mann 106,5 Std im Einsatz. Als zusätzliches Fahrzeug hat uns die Gemeinde mit ihrem Transportfahrzeug ausgeholfen.

Reinsberg

Einsatzbeginn um 16.40 Uhr

Zum ersten Einsatz wurde die Freiwillige Feuerwehr Reinsberg zum Bauernhof Stein am Buchberg alarmiert. Lage beim Eintreffen:  Stall stand bis zu 75 cm unter Wasser drei Kälber konnten vor dem Ertrinken gerettet werden. Im gesamten Erdgeschoß vom Wohnhaus stand das Wasser 10 bis 20 cm hoch – ebenfalls wurde der Keller mit Wasser geflutet.

Es wurde mit Nasssauger der FF Reinsberg und Gresten das Wohnhaus und der Keller vom Wasser befreit. Neben dem reinigen vom Wohnhaus wurde im Wirtschaftsgebäude mit dem Reinigungsarbeiten begonnen.   Es musste ein Güllebehälter ausgepumpt werden um die Tiere (20 Milchkühe und 27 Kälber) wieder auf trockenem Boden stehen zu lassen. Ebenso wurde der gesamte Stall von Mist und Schlamm befreit. Nach den Reinigungsarbeiten musste bei allen Tieren wieder die Einstreu erneuert werden. Zum Schluß wurde noch um das Haus das Pflaster gereinigt und die Fahrsilos abgedichtet.  
Im Einsatz waren: FF Reinsberg mit 15 Mann  MTF, KLFA und TLFA sowie mit einem Bagger und einen Hoflader; FF Gresten mit 12 Mann TLFA und LAST

2. Hochwasserschutz aufbauen in der Burggasse
3. Hochwasserschutz aufbauen in Schaitten Fam. Dampf sowie Sicherungsarbeiten bei Fa. Wanzmann
4. Sicherungsarbeiten in der Hofsiedlung bei VizeBGM Vogelauer Christian
5. Straße sichern bei der Hubertuskapelle
6. Fahrzeugbergung mit Menschenrettung bei Steinbach (Lenker vom Wasser im Auto eingeschlossen.
7. Keller auspumpen bei den Reihenhäusern im Waldweg
Wir konnten um 02:00 Uhr wieder einrücken und unsere Geräte versorgen!

Scheibbs
Zu Auspumparbeiten wurde die Freiwillige Feuerwehr Scheibbs am Nachmittag des 27. Juli gerufen. Unweit des Stadtgebietes von Scheibbs alarmierten uns die Besitzer eines Hauses, weil sie Wasser im Keller hatten. Am Einsatzort angekommen, stellte der Einsatzleiter fest, dass auch das Nachbarhaus betroffen war. Da Scheibbs halbwegs verschont worden ist, konnten wir nach diesen Arbeiten wieder in das Feuerwehrdepot einrücken.

Abermals wurde die Feuerwehr Scheibbs, neben unzähligen anderen Feuerwehren in Niederösterreich, zu einem Unwettereinsatz gerufen. Die wiederkehrenden schweren Regenfälle führten in der Nacht des 28. Juli zu gleich drei Einsätzen in Scheibbs. Die erste Alarmierung ging um kurz vor 23 Uhr mit der Meldung "Bach tritt über das Ufer, Stall wird geflutet" per stillen Alarm ein. 
Bei dem Bauernhof angekommen, war bereits der gesamte Hof und der Stall überschwemmt
Auch die B25 musste für kurze Zeit gesperrt werden, da die Wassermassen ein befahren der Straße unmöglich machte. 
Nach kurzer Erkundung war klar, dass es sich um eine Verklausung im angrenzenden Bachbett handelte, die aber zum Glück schnell gelöst werden konnte. Fast zeitgleich fuhr das zweite Tanklösch- (TANK 2) und das Wechselladefahrzeug zu einem weiteren Einsatz, bei dem sich fast das selbe Szenario abspielte.  Mehrere Bäche traten über die Ufer und trugen Schlamm und Matsch bis vor die Haustüre eines Einfamilienhauses. Dort bestand die Hauptaufgabe darin, die Straße sowie die Terrasse und den Eingangsbereich vom Schlamm zu befreien. Während die Mannschaft (TANK 1) des ersten Einsatzes bereits auf dem Heimweg war um die Einsatzbereitschaft wieder herzustellen, erreichte sie über die Bezirksalarmzentrale Amstetten der nächste Befehl. Diesmal stand ein Keller unter Wasser. Unverzüglich machten sich die Kameraden auf dem Weg zu Einsatz Nr. 3 um auch dort den Keller so gut als möglich trocken zu legen. Auch der Friedhof blieb nicht unverschont. Zwischen den Gräbern bildete sich ein Bach in dem das Wasser durchlief. Nach knapp drei Stunden konnten wir vorerst wieder in das Feuerwehrhaus einrücken um die Geräte zu reinigen und die Einsatzbereitschaft herzustellen.

Bereits zum vierten Einsatz diese Woche wurden die Kameraden der Bezirkshauptstadt am Donnerstagvormittag, 27. Juli 2016, gerufen. Wieder Stand ein Keller bis zu einem halben Meter tief unter Wasser. Mit Pumpen, Nasssauger und Schaufeln ausgerüstet wurde der Keller eines Einfamilienhauses von Wasser und Schlamm befreit.

Wieselburg

Die Freiwillige Feuerwehr Wieselburg wurde in dieser Nacht in den Bezirk Melk alarmiert. Im Bereich Golling und Krummnußbaum kam es ebenfalls zu schweren Verwüstungen durch den Starkregen. Dutzende Keller galt es auch hier zum auspumpen und viele Straßen mussten vom Schlamm befreit werden.

Bezirks-Feuerwehrkommando Scheibbs

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.