Bgld: Schwieriger und langer Einsatz bei Silobrand in Mattersburg

Im Trockner des Lagerhauses Mattersburg, in dem sich ca. 50 Tonnen Mais befanden, war ein Schwelbrand ausgebrochen. Unter schwerem Atemschutz wurde versucht, die Frucht aus dem Trockner abzulassen, um an die Glutnester zu kommen. Aufgrund der engen und hohen Bauweise, der Trockner zieht sich über vier Stockwerke, war dies ein sehr schwieriges Unterfangen.
Um genügend Atemschutzträger vor Ort zu haben, wurden die Feuerwehren Marz, Pöttelsdorf, Zemendorf und Stöttera nachalarmiert. Ein Atemschutzsammelplatz wurde eingerichtet.
Während der Arbeiten war die Rauchentwicklung enorm. Kurz bevor das gesamte Material aus dem Trockner gebracht werden konnte, entzündeten sich die Rauchgase und die Flammen schlugen aus dem Dach der Trocknungsanlage.

Ca. 4 Tonnen Frucht befanden sich zu diesem Zeitpunkt noch in der Anlage. Sofort wurde der Rückzug aller Atemschutztrupps aus dem Gebäude befohlen und über den Hubsteiger der Stadtfeuerwehr Mattersburg ein Außenangriff eingeleitet. Die Flammen konnten rasch gelöscht werden. Nachdem sichergestellt war, dass das Betreten des Gebäudes wieder sicher war, wurden Zugangsöffnungen in der Anlage geschaffen, um die Glutnester innerhalb des Trockners zu erreichen. Diese konnten auch erfolgreiche abgelöscht werden.

Allerdings hielten sich Glutnester in der Dachkonstruktion des Gebäudes, die von unten nicht erreicht wurden. Da mit dem Hubsteiger von außen das Dach ebenfalls nicht vollständig erreicht werden konnte, musste ein größerer Kran angefordert werden, der mit einem Holzgreifer das Dach des Gebäudes entfernte, damit anschließend die Glutnester abgelöscht werden konnten.
Insgesamt waren 6 Feuerwehren mit 69 Mann und 16 Fahrzeugen vor Ort, um den Brand zu bekämpfen. Kurz vor 16.00 Uhr konnten die Feuerwehren wieder einrücken. Die Feuerwehr Walbersdorf war bis ca. 20.00 Uhr als Brandwache vor Ort.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.