Oö: Groß angelegte Personensuche mit mehr als 130 Einsatzkräften wegen purer Leichtsinnigkeit

Ein Mann war seit Anfang der Woche spurlos verschwunden, woraufhin die Familie bei der Polizei Alarm schlug. In den Abendstunden des 1. August 2019 wurde in der Folge eine Suchaktion mit den Feuerwehren des Pflichtbereiches gestartet, jedoch aufgrund des Einbruchs der Dunkelheit leider ohne Erfolg.

In den Morgenstunden des 2. August wurde die Suchaktion mit vier Feuerwehren und mehr als 95 Einsatzkräften der Feuerwehr fortgesetzt. Unterstützt wurden die Suchmannschaften dabei durch die Oö. Rettungshundebrigade, die Suchhundestaffel des Roten Kreuzes sowie der Exekutive. Auch der Polizei-Hubschrauber kam nach Absprache mit den Beamten des Landeskriminalamtes schlussendlich zum Einsatz. Dieser brachte dann auch indirekt den Ball ins Rollen bzw. erregte der Lärm des Hubschraubers offenbar die Aufmerksamkeit der vermissten Person. Denn der Mann war, trotz vorheriger mehrmaliger ergebnisloser Rückfragen der Einsatzkräfte, bei einem Freund untergetaucht und gönnte sich eine „Auszeit“. Er wurde schlussendlich wohlbehalten und im angeheiterten Zustand aufgefunden.

„Solche Einsätze grenzen an pure Leichtsinnigkeit. Die Feuerwehr hilft gerne, um in Notfällen zu helfen. Hier wurden aber 130 Einsatzkräfte völlig sinnlos auf den Plan gerufen und investierten ihre Freizeit“, resümiert Bezirks-Feuerwehrkommandant Oberbrandrat Jürgen Hell die zweitägige Suchaktion. Bei Einsätzen dieser Art stellt sich auch die Frage der Finanzierung. Denn Suchaktionen sind vor allem zeit-, personal- und kostenintensiv.

Bezirks-Feuerwehrkommando Ried im Innkreis

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