Stmk: Tierrettungen bei Wirtschaftsgebäudebrand in Graz

GRAZ (STMK): Seit den frühen Morgenstunden des 7. August 2019 kämpft die Berufsfeuerwehr der Stadt Graz gegen einen Brand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in der Riesstraße. Um 05:48 Uhr meldeten mehrere vorbeifahrende Augenzeugen den Brand über den Feuerwehrnotruf.

An der Einsatzstelle wurde festgestellt, dass der Dachstuhl eines Stallgebäudes mit einer Laufweite von rund 40 Meter in Vollbrand stand. Im Gebäude waren noch Rinder und landwirtschaftliche Geräte untergebracht. Umgehend wurden zwei Einsatzabschnitte gebildet, vier C-Rohre und ein Wendestrahlrohr über die Drehleiter vorgenommen. Hauptaugenmerk wurde auf die Rettung der Tiere sowie die Unterbindung der Brandausbreitung auf angrenzende Gebäude gelegt.

Alle Tiere – 15 Stiere und einige Kälber – konnten mit Unterstützung benachbarter Landwirte gerettet und in Sicherheit gebracht werden. Die Löscharbeiten gestalteten sich äußerst schwierig, zumal im Dachstuhlbereich sämtliche Heu und Strohvorräte gelagert waren. Auch wenn der Brand noch in den frühen Morgenstunden unter Kontrolle gebracht werden konnte, werden die Einsatzkräfte noch länger am Einsatzort gefordert sein. Das Gebäude muss ausgeräumt, Teile des Dachstuhles abgetragen und gesichert werden.
Die Brandursache ist Gegenstand von polizeilichen Ermittlungen. Der Brand forderte keine Personenschäden, ein Feuerwehrmann wurde bei den Löscharbeiten leicht verletzt.

Update 16.30 Uhr:
Die Aufräum- und Nachlöscharbeiten sind weit fortgeschritten und werden bis in die späten Abendstunden andauern. Unterstützt werden die Arbeiten durch rund 20 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Graz. Besonders zeitaufwändig war neben dem Abtragen des Dachstuhles das Entfernen von Strohballen mittels Greifer vom Dachboden.
Einsatzleiter Brandrat DI Gerald Wonner: „Besonders hervorzuheben ist die hohe Bereitschaft benachbarter Landwirte und Freunde des betroffenen Objektbesitzers, die mit Traktoren, Anhänger und Holzgreifern umgehend zur Hilfe kamen. Sie unterstützten damit den Feuerwehreinsatz und brachten die geretteten Tiere in naheliegende Ställe unter!“

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