Stmk: 3 Tote bei Wohnhausfeuer auf der Pack

PACK (STMK): Gegen 03.20 Uhr des 14. Jänner 2020 langte in Landeswarnzentrale Kärnten ein Notruf über einen Wohnhausbrand auf der Pack ein. Die LWZ alarmierte sofort die Landesleitzentrale Florian Steiermark, welche die die Feuerwehr Pack und weitere drei Feuerwehren alarmierte.  

Nach Eintreffen auf Einsatzort wurde Abschnittsalarm ausgelöst und aufgrund des Wassermangels weiter Feuerwehr mit Tanklöschfahrzeugen, Die Feuerwehren Preitenegg, St. Leonhard und Wolfsberg wurden laut Alarmplan der FF Pack automatisch alarmiert.

Drei Menschen im Haus vermutet

Die Meldung erfolgte durch den Nachbarn des Wohnhauses, der aufgrund des Abplatzen des Daches wach wurde und über Notruf alarmierte. Weiters musste er melden, dass sich wahrscheinlich die drei Bewohner noch im Wohnhaus befinden. Ob sich die drei Personen beim Brand tatsächlich noch im Haus befanden, wurde von der Polizei noch nicht endgültig bestätigt. Allerdings hätten sie sich dann in der Umgebung finden lassen müssen.

Vom Einsatzleiter HBI Karl Gößler alarmierte sofort das Kriseninterventionsteam Steiermark zur Betreuung der Familie des Sohnes, der vom Nachbarn telefonisch über den Vorfall informiert wurde und danach zu Wohnhaus seiner Eltern auf die fuhr.

Feuerwehren noch nicht ins Gebäudeinnere vorgedrungen

Die Feuerwehren standen mit insgesamt 11 Feuerwehren mit 20 Fahrzeugen und insgesamt 96 Mann im Einsatz gegen die Flammen.  Leider konnten die Atemschutztrupps bis 06.00 Uhr nicht bis ins Innere des Wohnhauses vordringen. Man kann davon ausgehen, dass mit großer Wahrscheinlichkeit die drei Personen – ein älteres Ehepaar und eine ungarische Pflegerin, die Ehegattin war pflegebedürftig – verbrannt sind.

Auch Bereichskommandant OBR Christian Leitgeb und sein Stellvertreter BR Ing. Klaus Gehr waren vor Ort und haben sich bei Abschnittskommandanten ABI Harald Nestler und Einsatzleiter Harald Nestler über den Brand und gesamten Verlauf und die eingesetzten Gerät- und Mannschaften informierten.


Haus erst mittags betreten

Die Atemschutztrupps konnten aufgrund der Einsturzgefahr lange nicht in das Haus vordringen, erst gegen Mittag teilte die Polizei mit, das Objekt freigeben zu können. Die Feuerwehr konnte die Balken des ausgebrannten Hauses zuvor ausreichend stützen – dazu wurde auch ein Kran angefordert; zudem waren Drohnen im Einsatz, um sich ein besseres Bild zu verschaffen.

Menschliche Überreste gefunden

Es wird befürchtet, dass das pflegebedürftige Ehepaar – 87 und 73 Jahre alt –, seine 53 Jahre alte Pflegerin aus Ungarn und der Hund des Paares in den Flammen umgekommen sind – sie gelten als vermisst. Bei der Suche im abgebrannten Haus wurde daher auch ein Leichenspürhund hinzugezogen. Dienstagnachmittag gab die Polizei schließlich bekannt, menschliche Überreste im Brandobjekt aufgefunden zu haben – ob es dabei um die drei vermissten Personen handelt, wird weiterhin nicht bestätigt. Für die vermissten Hausbewohner gebe es aber nur geringe Hoffnung.

Drei Leichen geborgen

Nach dem Brand eines Einfamilienhauses auf der Pack im Bezirk Voitsberg hat die Polizei Dienstagnachmittag die Überreste von drei Personen gefunden. Eine Obduktion soll nun klären, ob es sich dabei um ein älteres Ehepaar und seine ungarische Pflegerin handelt.

Bereichsfeuerwehrverband Voitsberg

Ermittlungsstand der Polizei am Abend des 14.1.2020

Gegen 03.30 Uhr erstattete ein Zeuge Anzeige über den Brand des Einfamilienhauses. Rund 100 Einsatzkräfte von insgesamt elf Feuerwehren standen daraufhin im Einsatz, um den Brand zu löschen und ein Übergreifen auf angrenzende Bäume sowie Wohnhäuser zu verhindern. Das Einfamilienhaus, welches zum überwiegenden Teil aus Holz bestand, stand jedoch bereits in Vollbrand und brannte zur Gänze nieder. Vom 87-jährigen Bewohner und seiner Frau (73) sowie deren Pflegerin im Alter von 53 Jahren fehlte vorerst jede Spur.

Erst in den Vormittagsstunden konnten sich Brandermittler des Landeskriminalamtes Steiermark sowie Sachverständige der Landesstelle für Brandverhütung in Steiermark erstmals dem Brandobjekt nähern. Ein Betreten der ausgebrannten und noch überhitzen Räume war jedoch, aufgrund einsturzgefährdeter Mauern und immer wieder auffachender Glutnester, nur bedingt möglich. Immer wieder stützten Einsatzkräfte der Feuerwehren die Mauerwerke mit technischen Hilfsmitteln und führten Nachlöscharbeiten durch, sodass nach und nach ein schrittweises Durchsuchen der Räume möglich wurde. Auch durch den Einsatz einer Polizei-Drohne war es möglich, sich über den abgebrannten Dachstuhl einen ersten Überblick im Haus zu verschaffen.

In den Nachmittagsstunden fanden Ermittler schließlich an unterschiedlichen Orten und Stockwerken des niedergebrannten Hauses mehrere menschliche Überreste, welche in Summe auf drei Personen Rückschlüsse zulassen. Ob es sich dabei um das vermisste Ehepaar und die ungarische Pflegerin handelt, ist noch nicht restlos geklärt und wird im Rahmen einer von der Staatsanwaltschaft Graz angeordneten Obduktion zu klären sein. Derzeit wird davon ausgegangen, dass auch der im Haus anwesende Familienhund in den Flammen ums Leben kam. Zum Zwecke der Suche nach menschlichen Überresten kam auch ein sogenannter Leichen- und Blutspürhund namens “Hancock” der Polizei-Diensthundeinspektion Graz erfolgreich zum Einsatz.

Die Brandursachenermittlung musste Dienstagabend vorerst abgerochen werden und wird am Mittwoch gemeinsam mit Tatortbeamten der LKA Steiermark fortgesetzt. Was zum Ausbruch des Feuers geführt hat ist derzeit noch unklar und Gegenstand weiterer Ermittlungen.

Feuer im Untergeschoss ausgebrochen

Ersten Ermittlungsergebnissen zufolge dürfte ein Fremdverschulden als Brandursache auszuschließen sein. Die Suche nach etwaigen Brandbeschleunigern mit dem Polizei-Diensthund verlief negativ. Zudem dürfte es den Brandermittlern bereits gelungen sein, die Ausgangsstelle des Feuers lokalisiert zu haben. Demnach dürfte der Brand in einem Schlafraum des Untergeschosses seinen Ausgang genommen haben. Die Personen wurden in unterschiedlichen Stockwerken gefunden. Ob es im Haus Rauchmelder gab, ist noch unklar.


Flammeninferno durch technischen Defekt ausgelöst (17. Jänner 2020)

Quelle: ORF Steiermark

Nach dem Brand auf der Pack mit drei Toten am Dienstag dürfte nun die Brandursache feststehen: Das Feuer soll durch einen technischen Defekt ausgelöst worden sein. Zudem liegen erste Erkenntnisse der Obduktion vor.

Das Feuer in dem Holzhaus mit Steinfundament war am Dienstag in der Früh ausgebrochen – mehr dazu in Drei Leichen nach Brand gefunden. Brandermittler, Sachverständige und die Tatortgruppe der Polizei trafen am Mittwoch an der Brandstelle ein, um die Brandruine genau zu untersuchen, auch ein Brandmittelspürhund war im Einsatz.
Alte Stromleitungen

Die Ermittler des Landeskriminalamtes konnten in der Brandruine keine Hinweise auf Brandbeschleuniger oder Ähnliches finden, Fremdverschulden konnte daher schon früh ausgeschlossen werden. Den Ausgang genommen dürfte das Feuer in einem Schlafraum im Untergeschoss haben. Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass der Brand mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aufgrund eines technischen Defekts der elektrischen Anlage des Hauses entstand: Es dürfte sich um alte Stromleitungen gehandelt haben – die Leitungen sollen nicht den letzten technischen Standards entsprochen haben.

Die Arbeit der Ermittler erwies sich allerdings als äußerst schwierig, so Polizeisprecher Markus Lamb: „Wenn man sich allein vor Augen führt, wie viele technische Geräte in so einem Einfamilienhaus vorhanden sind, dann ist das wirklich Kleinstarbeit, sich hier durch den Schutt zu arbeiten und mögliche Brandursachen zu finden“, sagte Lamb.

Opfer starben an Rauchgasvergiftung

Mittlerweile liegen auch erste Ergebnisse der Obduktionen vor: Dabei konnten die Gerichtsmediziner feststellen, dass die drei Personen an einer Rauchgasvergiftung ums Leben kamen. Die Rauchgase wiederum entstanden offenbar durch glosendes Material aufgrund des Defekts der Stromleitung.

Zudem konnte die Identität des älteren Ehepaares im Alter von 73 und 87 Jahren geklärt werden. Eine zweifelsfreie Identifizierung der ungarischen Pflegerin konnte laut Polizei bisher noch nicht erfolgen, hier müssten noch DNA-Tests durchgeführt werden – ein Ergebnis soll in den kommenden Tagen vorliegen.

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