D: Tierrettung per Höhenretter in Notausgangsschacht der S-Bahn

STUTTGART (DEUTSCHLAND): Mitarbeiter der Universität Stuttgart wählten um kurz vor acht Uhr des Vormittags des 7. Februar 2020 den Notruf 112. Aus einem Notausgang der S-Bahn vernahmen sie das jämmerliche Miauen einer Katze. Bei dem Notausgang handelte es sich um einen ca. 30 m tiefen Schacht mit einer Spindeltreppe aus Gitterosten.

Die Integrierte Leitstelle entsandte zunächst einen Einsatzleiter vor Ort. Dieser konnte den Notausgang aufgrund einer speziellen Schließung für die Feuerwehr öffnen. Die Katze saß total verängstigt in ca. 10 m Tiefe auf der Treppe. Beim Versuch sich der Katze zu nähern, flüchtete diese noch weiter in die Tiefe. Auch der hinzugezogene Tiernotdienst des Amtes für öffentliche Ordnung musste entsprechende Versuche abbrechen. Da der Notausgangsschacht unten zu den Gleisen hin offen ist, hätte eine weitere Flucht die Katze in akute Gefahr gebracht. Außerdem war es nicht möglich, sich von unten der Katze zu nähern.

Der Einsatzleiter der Feuerwehr forderte deshalb die Höhenrettungsgruppe der Berufsfeuerwehr sowie den Notfallmanager der Bahn als Objektzuständigen nach. Die Höhenrettung konnte mittels Abseiltechnik frei hängend einen Standort unterhalb der Katze erreichen, ohne dass die Katze weiter flüchtete. Von dort konnte ein Höhenretter die verängstigte Katze nach kurzem Zureden in einem Sack zurück an die Oberfläche bringen. Nach einem kurzen Check durch den städtischen Tiernotdienst wurde die Katze zurück in die Freiheit entlassen. Durch diesen etwas aufwendigeren Einsatz konnte ein Eingriff in den Bahnverkehr zur Hauptverkehrszeit verhindert werden.

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