Schweiz: Industriehallen-Großbrand in Erstfeld

ERSTFELD (SCHWEIZ): Gegen 02.45 Uhr des 15. April 2020 geriet eine Industriehalle an der Brämenhofstatt in Erstfeld in Brand, der sich rasend schnell zu einem Großfeuer ausdehnen konnte.

Die umgehend ausgerückten Feuerwehren konnten das Feuer rasch unter Kontrolle bringen und dadurch ein Übergreifen auf umliegende Gebäude verhindern. Per 10.45 Uhr werden noch Schwelbrände gelöscht. Anschließend wird eine Brandwache vor Ort bleiben. Um letzte Löscharbeiten durchzuführen, musste ein Teil der Gebäudestruktur abgerissen werden. Das Industriegebäude wurde komplett zerstört. Der Sachschaden dürfte aufgrund erster Schätzungen die Millionengrenze überschreiten.

Die 35 evakuierten Personen konnten zwischenzeitlich in ihre Wohnungen zurückkehren. Es wurde niemand verletzt. Gemäß Abwasser Uri sind bis zum jetzigen Zeitpunkt keine Ölrückstände im Ab- und Meteorwasser festgestellt worden. Eine Gewässerverschmutzung kann derzeit noch nicht ausgeschlossen werden.

Auf dem betroffenen Grundstück wurde der Boden mit Öl kontaminiert, welcher abgetragen wird. Bodenproben werden durch das Laboratorium der Urkantone entnommen und auf schädliche Rückstände geprüft. Die Leonhardstraße sowie die Brämenhofstatt sind zurzeit nur beschränkt befahrbar.  Die Warnung an die Bevölkerung, wegen der starken Rauchentwicklung die Fenster zu schliessen, wurde aufgehoben. Die Brandursache steht noch nicht fest und ist Gegenstand von laufenden Ermittlungen der Kantonspolizei Uri.

Im Einsatz stehen bzw. standen die Feuerwehren Erstfeld und Altdorf, die Chemiewehr Uri, der Lösch- und Rettungszug der SBB, der Feuerwehrinspektor, der Rettungsdienst Uri, das Amt für Umweltschutz, die Abwasser Uri AG, die Enviso AG, die Baldini AG, die Epp-Transporte, die Strabag und die Kantonspolizei Uri.

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