Brand

D: Vom Gerümpelbrand zum Großfeuer in ehemaligem Getränkemarkt

DORTMUND (DEUTSCHLAND): Einsatz beginnt mit Gerümpelbrand. Leerstehender Gebäudekomplex brennt bis auf Grundmauern nieder. Verletzt wurde niemand.

Gegen 15:15 Uhr des 14. Juni 2020 melden Passanten eine Rauchentwicklung aus einem ehemaligen Getränkemarkt an der Hansemannstraße im Dortmunder Ortsteil Oestrich. Die ersteintreffenden Kräfte finden brennendes Gerümpel in einer leerstehenden Lagerhalle, die sich im Hinterhof der Wohnbebauung befindet, vor. Ein Trupp unter Atemschutz beginnt das Feuer mit einem Strahlrohr zu löschen.

Einsatz schon fast abgeschlossen

Als die Brandschützer die Einsatzstelle schon fast abgeschlossen haben, entdeckt einer der Retter Flammen und Rauch aus dem Fenster eines angrenzenden Gebäudes von der Straße Königshalt aus. Aufgrund der Einsatzentwicklung werden weitere Kräfte von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr nachgefordert. Weitere im Verlauf eintreffende Trupps suchen alle Gebäudeteile nach Personen ab, treffen aber glücklicherweise niemanden an.

Feuer breitet sich aus

Das Feuer breitet sich auf den Dachstuhl des Hauses aus und greift auf weitere Dachbereiche des Gebäudekomplexes, über. Um die Flammen auch von oben löschen zu können und eine Ausbreitung des Brandes auf die vorgebauten Wohnhäuser zu verhindern, werden mehrere Drehleitern eingesetzt. Der Teleskopmast kommt zur Errichtung einer Riegelstellung zum Einsatz. Hierzu werden die Straßen Königshalt und Hansemannstraße gesperrt, was zu Verkehrsbehinderung auch im öffentlichen Personennahverkehr führte.

Um alle Einheiten mit genügend Löschwasser versorgen zu können, werden durch die Löschwasserkomponente Süd der Freiwilligen Feuerwehr 2400 Meter Schlauchleitung zur Einsatzstelle verlegt. Da mehrere Dachteile mit Teerpappe eingedeckt sind, entsteht eine dichte schwarze Rauchwolke über der Einsatzstelle. Zur Sicherheit wird über die Warnapp NINA eine Warnung an die Bevölkerung abgegeben, Türen und Fenster zu schließen und sich nicht im Freien aufzuhalten. Die im Umkreis der Einsatzstelle durchgeführten Messungen, auf Schadstoffe ergeben aber außer einer Geruchsbelästigung keine Gefahr für die Dortmunder Bevölkerung.

Drohne eingesetzt

Um für den Einsatzleiter eine bessere Übersicht der Einsatzstelle zu schaffen, setzte der Fernmeldezug der Freiwilligen Feuerwehr noch eine Drohne ein. Um auch an die letzten Glutnester zu kommen, wurde auch der Kran der Feuerwehr mit einem Arbeitskorb eingesetzt. So konnten an einer schwer zugänglichen Stelle des einsturzgefährdeten Gebäudekomplexes die letzten Dachbalken freigelegt und abgelöscht werden. Gegen 21:45 Uhr konnte die Entwarnung über die Warnapp NINA gegeben werden.

Gegen 1:30 Uhr in der Nacht wurden die Maßnahmen der Feuerwehr eingestellt, aber eine engmaschige Kontrolle der Einsatzstelle vereinbart. Im Laufe der Nacht tauchten immer wieder Rauch und Flammen über den Gebäuden auf, sodass der Einsatz auch am Morgen noch nicht beendet war. Nach Abschluß aller Maßnahmen wird die Einsatzstelle an die Polizei zur Ermittlung der Höhe des Sachschadens und der Brandursache übergeben. Die Feuerwehr war mit bis zu 130 Einsatzkräften von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr vor Ort.

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