D: Wasserwerfer-Einsatz bei Dachstuhlgroßbrand an Düsseldorfer Mehrparteienhaus

DÜSSELDORF (DEUTSCHLAND): Feuer in einem Spitzboden griff auf den Dachstuhl über und konnte nur durch Einsatz zweier Wasserwerfer über Drehleitern unter Kontrolle gebracht werden. Feuerwehr und Polizei brachten 52 Bewohner aus dem betroffenen sowie den beiden Nachbarhäusern in Sicherheit. Höhenretter der Feuerwehr sicherten bei den Nachlöscharbeiten die Einsatzkräfte, um an die Glutnester an zwei Tonnendächer zu kommen.

Am frühen Dienstagmorgen, 30. Juni 2020, meldete ein Anrufer über die Notrufnummer 112 einen brennenden Dachstuhl in einem Mehrfamilienhaus in Holthausen. Sofort alarmierte der Leitstellendisponent mehrere Feuerwehr- und Rettungsdiensteinheiten zu der gemeldeten Adresse. Als nur sechs Minuten später die ersten Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, schlugen bereits die Flammen vom Spitzboden aus dem Dachstuhl heraus und drohten auf das benachbarte Wohngebäude überzugreifen. Sofort evakuierte die Feuerwehr das betroffene Wohngebäude. Die Polizei brachte parallel alle Bewohner aus den beiden benachbarten Gebäuden in Sicherheit. Während der Löscharbeiten kamen insgesamt 52 Menschen in einem Feuerwehrbus unter und wurden vom Notarzt untersucht – es war niemand verletzt.

Wasserwerfer-Einsatz

Zeitgleich mit der Evakuierung wurden die Löschmaßnahmen von außen begonnen. Aufgrund der rasanten Brandausbreitung war eine Brandbekämpfung im Inneren des Gebäudes nicht möglich, daher ließ der Einsatzleiter über zwei Drehleitern jeweils einen Wasserwerfer einsetzen. Die besondere Dachkonstruktion des Gebäudes – in der Mitte war nach vorne und hinten jeweils ein mit Zink verkleidetes Tonnendach verbaut – kam eine dritte Drehleiter sowie die Höhenretter der Feuerwehr zu Einsatz.

Intensive Nachlöscharbeiten

Nur durch über die Drehleitern geführte Sicherungssysteme konnten die Feuerwehrleute mittels Spezialsägen das Metall entfernen und darunter liegenden Glutnester ablöschen. Die Nachlöscharbeiten waren sehr zeitintensiv und zogen sich über mehr als drei Stunden hin. Die beiden Nachbarhäuser wurden ebenfalls kontrolliert, hier war kein Feuer und Rauch eingedrungen, sodass nach Abschluss des Feuerwehreinsatzes diese Gebäude wieder genutzt werden konnten.

In dem vom Brand betroffenen Gebäude trennten Mitarbeiter der Netzgesellschaft Düsseldorf die Stromversorgung. Aufgrund des notwendigen, starken Löschwassereinsatzes zum Beginn des Einsatzes, kam es in dem Mehrfamilienhaus zu einem Wasserschaden. Das Gebäude ist aufgrund des Brandes bis auf Weiteres nicht mehr bewohnbar. Vier Mieter wurden durch die Feuerwehr in einem Hotel untergebracht, alle weiteren kamen bei Freunden und Bekannten unter.

Viereinhalbstündiger Einsatz

Nach viereinhalb Stunden rückten die letzten der 52 Einsatzkräfte ab. Aufgrund der unklaren Brandursache hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen. Der Einsatzleiter der Feuerwehr schätzt den entstandenen Sachschaden auf mindestens 120.000 Euro. Im Einsatz befanden sich Einheiten der Feuerwachen Werstener Feld, Frankfurter Straße, Hüttenstraße, Posener Straße, Quirinstraße, Münsterstraße sowie die Freiwillige Feuerwehr Himmelgeist/Itter. Im Laufe des Morgens erfolgt durch die Feuerwehr erneut eine Kontrolle der Brandstelle.

Berufsfeuerwehr Düsseldorf

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