Wenn die Feuerwehr den Rasen mäht … → Der “Spezial”-Roboter → Story und neues Video

Am 15. Juni 2020 hatte Fireworld.at ein Facebook-Video eines Rasenmäherroboters gepostet, der zu einem Feuerwehr-Mäher umgebaut worden ist. 10.000 mal wurde es bislang aufgerufen. Nun hat Fireworld.at vom Erbauer, Christian Sommer, auch die Story dazu sowie tolles Videomaterial dazu erhalten.

Von Christian Sommer und Hermann Kollinger (Fireworld.at)

Christian Sommer kommt aus Herxheim in Deutschland. Er ist nicht nur ein Bastler, sondern auch Feuerwehrmann. Wie sonst würde man auch auf die Idee kommen, seinen Rasenmäher-Roboter auf ein Feuerwehrmodell umzubauen und dem Rasenmäher auch ein Feuerwehrhaus als Unterschlupf bieten. Aber der Reihe nach.

Sohn Ben brachte die Idee

Die Idee kam Christian durch seinen jüngsten Sohn Ben. Wie Papa findet auch der 10-Jährige die Feuerwehr sehr interessant. Nicht umsonst gießt der Bursche den Garten nicht einfach mit einem Schlauch, sondern mit einem D-Rohr. So wie es sich für einen eifrigen Feuerwehrmann schließlich gehört. Und wie kann es da sein, dass hier ein “stinknormaler” Rasenmäher im Garten seinen Dienst verrichtet. Da muss doch auch was möglich sein.

Umbau in vielen vielen Stunden

Papa Christian ließ diesen Gedanken natürlich nicht untätig verstreichen. So nahm er seinen Automower 315 von Husquarna mit 22 cm Schnittbreite und strengte die Hirnzellen an. “Ich habe den Roboter zerlegt und das Gehäuse in RAL-3000 (feuerwehrrot) lackiert. Die Anbauteile stammen aus dem KFZ-Zubehör sowie dem Elektronik-Handel”, erzählt Sommer im Sommer 2020 Fireworld.at. Den Zusatznamen “Modell “RMF-22” verpasste Sommer dem Mäher selbst. “Analog eines HLF 20/16 (Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug mit 2000 Liter Pumpenleistung und 1600 Liter Wassertank) habe ich RMF 22  (Rasenmähfahrzeug mit 22 cm Schnittbreite) selbst erfunden”, so der eifrige Feuerwehrmann.

Dann ging es an die erforderlichen Scheinwerfer, für die er eine LED-Nummernschildbeleuchtung verwendet. Die Rückleuchten bestehen aus Lkw-Seitenmarkierungsleuchten. Die Spannungsversorgung derselbigen kommt aus dem bordeigenen Akku. Ebenso ist ein Leistungs-Reed-Kontakt verbaut, der die Beleuchtung bei der Einfahrt in die Ladestation automatisch abschaltet. Ein manueller Schalter ist ebenfalls verbaut, damit man die Beleuchtung auch abschalten kann.

Nicht im Regen stehen lassen …

Eine Garage musste natürlich auch sein. Man kann den einzigartigen Feuerwehr-Rasenmäher-Roboter doch nicht in der prallen Sonne oder gar im Regen stehen lassen. So war es Anfangs ein kleiner Schuppen, in den der Roboter einfahren konnte. Aber das war wohl weder Ben noch Christian genug. Also folgte der nächste Schritt: der Ausbau zum Feuerwehrhaus samt automatischen Tor. Aber auch das automatische Tor hatte seinen Grund: Der Rasensprenger hatte den Schuppen immer wieder unter Wasser gesetzt.

“Es war einiges an Tüftelarbeit, bis ich die Mechanik entwickelt hatte, Der Robbi öffnet und schließt das Tor rein mechanisch. Beim Ausfahren fährt er gegen das Tor, ein normaler Schrankklappen-Öffner aus dem Küchenbau lässt das Tor dann nach oben fahren. Bei der Einfahrt ins Feuerwehrhaus schiebt der Roboter einen Bügel vor sich her, der mittels Federn und Seilen das Tor dann hinter sich zuzieht”, erzählt Christian Sommer doch mit Stolz gegenüber Fireworld.at.

Kontakt

Wer Fragen an den Bastler hat, kann sich per E-Mail an ihn wenden.

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