D: Leichtsinniger Pkw-Fahrer verursacht 4-Hektar-Moorbrand zwischen Barnstorf und Goldenstedt

BARNSTORF / GOLDENSTADT (DEUTSCHLAND): Am Mittwochnachmittag, 19. August 2020, gegen 16:50 Uhr wurde die Polizei von einem Mercedes-Fahrer informiert, dass er im Moorgebiet zwischen Barnstorf und Goldenstedt mit seinem Pkw stecken geblieben sei. Das Fahrzeug habe Feuer gefangen und er sei nicht in der Lage, das Fahrzeug selbstständig zu löschen.

Die hinzugerufenen Kräfte von Polizei und Feuerwehr hatten große Schwierigkeiten, dass tief im Moorgebiet stehende Fahrzeug zu finden. Zudem war das Gebiet so schwer zugänglich, dass die schweren Feuerwehrfahrzeuge den Brandort gar nicht erreichen konnten. Der Feuerwehr konnte lediglich mit leichtgängigen Quads oder zu Fuß zur Einsatzstelle gelangen.

Feuer auf 4 Hektar

Das brennende Fahrzeug entzündete umliegende Moorflächen. So geriet insgesamt eine Fläche von ca. 4 Hektar in Brand. Die Feuerwehr war mit über 100 Kameraden aus 13 umliegenden Ortswehren im Einsatz und konnte erst gegen 21:30 Uhr mit einer Reduzierung der Kräfte beginnen. Eine Brandwache wurde organisiert, um mögliche aufflammende Glutnester sofort zu bekämpfen.

Katalysator als Zündquelle

Nach derzeitigem Ermittlungsstand muss davon ausgegangen werden, dass Teile des Motors oder des Katalysators von dem Mercedes SLK die trockene Moorvegetation in Brand setzten. Das ältere Ehepaar aus Sulingen blieb bei dem Vorfall unverletzt. Der 16 Jahre alte Mercedes SLK brannte vollständig aus. Gegen den 66-jährigen Fahrzeugführer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Brandstiftung eingeleitet. Das Paar gab an, eine Fahrradtour ausarbeiten zu wollen und war deshalb bis tief ins Moor gefahren.

Die Feuerwehren warnen in den Sommermonaten regelmäßig davor, Pkws nicht abseits von gepflasterten oder geteerten Wegen abzustellen, da z.B. durch die Hitze von Katalysatoren die Vegetation in Brand geraten kann.

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