D: Großbrand in Weil der Stadt → mehrere Gebäudeteile in Vollbrand

WEIL DER STADT (DEUTSCHLAND): Am Dienstagmorgen, 22. September 2020, gegen 6 Uhr wurde die Weil der Städter Feuerwehr in die Merklinger Kirchgrabenstraße alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war Feuerschein und Rauch sichtbar.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte standen mehrere Gebäudeteile bereits im Vollbrand. Aufgrund der dichten Bebauung im Merklinger Ortskern und dem erforderlichen Wasserbedarf für die Löscharbeiten wurde die Alarmstufe unverzüglich auf einen Brand der Stufe 3 “innerorts” erhöht. Dadurch wurden weitere Einsatzkräfte, auch aus den umliegenden Gemeinden, zur Einsatzstelle beordert. Das Feuer drohte auf benachbarte Gebäude überzugreifen. Von den Einsatzkräften wurde daher unverzüglich die Brandbekämpfung gestartet und mehrere Riegelstellungen zum Schutz der angrenzenden Gebäude eingeleitet. Parallel dazu wurde die Drehleiter in Stellung gebracht und eine Wasserversorgung aufgebaut.

Im weiteren Einsatzverlauf wurde durch einen massiven Löscheinsatz mit mehreren Trupps unter Atemschutz sowie zahlreichen C- und B-Rohren das Feuer bekämpft. Diese Maßnahmen führten dazu, dass das Feuer unter Kontrolle gebracht werden konnte und eine größere Ausbreitung verhindert wurde.

Mit einer zweiten Drehleiter der Feuerwehr Renningen wurde zusätzlich die Brandbekämpfung unterstützt. Aufgrund der zahlreichen Atemschutzgeräteträger wurde für die verwendeten Pressluftatmer der Abrollbehälter Atemschutz aus Leonberg aufgebaut. Durch das gezielte Vorgehen der Feuerwehr konnte das Feuer dann im weiteren Verlauf gelöscht werden. Anschließend wurde das Dach des Gebäudes geöffnet und Nachlöscharbeiten durchgeführt. Eine Person wurden zur weiteren Versorgung an den Rettungsdienst übergeben. Das Gebiet um die Einsatzstelle musste während der Löscharbeiten für den Verkehr weiträumig abgesperrt werden.

Im Einsatz befanden sich rund 130 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Weil der Stadt, Grafenau, Magstadt, Renningen, Sindelfingen mit 17 Fahrzeugen und der Abrollbehälter Atemschutz aus Leonberg, die zwei Messwagen aus Herrenberg und Sindelfingen sowie der Baufachberater der Feuerwehr Böblingen. Der Einsatzleitwagen 2 des Landkreises Böblingen mit der Führungsgruppe und dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Rainer Just unterstützte die örtliche Einsatzleitung unter Stadtbrandmeister Jürgen Widmann.

Das DRK und der Rettungsdienst waren mit 16 Rettungskräften und sieben Fahrzeugen vor Ort. Von der Polizei waren acht Beamte mit vier Fahrzeugen im Einsatz. Der Grundschutz im Stadtgebiet wurde währenddessen von der Feuerwehr Renningen sichergestellt. Bürgermeister Thilo Schreiber machte sich ebenfalls ein Bild der Einsatzstelle.

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