Bayern: Leitstelle Nordoberpfalz sendet nach Bombenfund aus München

MÜNCHEN (BAYERN): Aufgrund eines Bombenfunds ist die Integrierte Leitstelle Nordoberpfalz in die Notleitstelle der Berufsfeuerwehr München umgezogen. In Weiden war eine Bombe in unmittelbarer Nähe der ILS im Zuge von Bauarbeiten entdeckt worden.

Da bei einer Entschärfung des Blindgängers aus dem 2.Weltkrieg die Sicherheit der Kolleg*innen nicht gewährleistet werden konnte, musste eine Lösung gefunden werden. Eigentlich ist für Notfälle die Vertretungsleitstelle Amberg vorgesehen, doch die bestehenden Corona-Maßnahmen machten dies räumlich undenkbar. Somit wurde ein Hilfeersuchen an die Berufsfeuerwehr München gerichtet.

Kurzerhand wurde dem Ersuchen stattgegeben. Mit reichlich Manpower unterstützt die Berufsfeuerwehr München die Kolleg*innen aus der Oberpfalz, um dieses wohl deutschlandweit einmalige Projekt zu stemmen und einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten. Für die organisatorische Umsetzung und die Konfigurierung des Kommunikationssystems sorgten Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr München aus der Fachabteilung IT und der eigenen Leitstelle.

Mitarbeiter ILS Nordoberpfalz (NOPF), Leiter ILS NOPF Jürgen Meyer, Verbandsvorsitzender ZRF NOPF Landrat Andreas Meier, Leiter Sachgebiet D5 Johannes Buchhauser, Geschäftsleiter ZRF NOPF Alfred Rast und Leiter LE BD Florentin von Kaufmann.

Pünktlich um 10:00 Uhr am Donnerstagmorgen, 24. September 2020, wurde durch die Telekom die Notrufnummer 112 aufgeschaltet. Für die Bürgerinnen und Bürger aus der Nordoberpfalz stellt es keinen Unterschied dar, ob die Leitstelle aus der Heimat sendet oder – wie in diesem Fall – aus der Landeshauptstadt.

Ein 15-köpfiges Team der Rettungsleitstelle aus Weiden wird bis zum 28.09.2020 seine Arbeit in München verrichten. Die Berufsfeuerwehr München wünscht viel Erfolg und gutes Gelingen. Vertreter aus Politik, Rettungszweckverband und den Leitstellen eröffneten den Dienstbetrieb.

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