Schweiz: Frau überlebt 30 min. rund ein Meter hoch von Schnee begraben

SCHWENDE (SCHWEIZ: Am Sonntag, 27. September 2020, gegen 13.20 Uhr, wanderte ein Touristenpaar von der Altenalp her in Richtung Ebenalp. Als das Paar auf einer Höhe von etwa 1’550 m.ü.M. oberhalb des Wanderweges plötzlich einen Lawinenabgang bemerkte, konnte sich der Mann ausserhalb der Lawinenkegelzone begeben.

Seine 19-jährige Freundin hingegen konnte sich nur noch vor einen zirka halben Meter hohen entlang des Weges liegenden Felsstein begeben und ging dort in die Hocke. Sie wurde von der Lawine überschüttet. Ein anderes Wandererpaar, welches zuvor das Touristenpaar auf dem Wanderweg gekreuzt hatte und nicht verschüttet wurde, schlug Alarm und begann zusammen mit dem Freund der Verschütteten diese zu befreien.

Die aufgebotenen Rettungskräfte konnten die Frau mit Hilfe einer Lawinensonde orten und schließlich aus einer Tiefe von zirka einem Meter retten. Insgesamt war sie 30 Minuten unter den Schneemassen begraben, verfügte aber Dank eines Hohlraumes über genügend Luft zum Atmen. Die Notärztin der Rega versorgte die unterkühlte Frau vor Ort, bevor sie an der Rettungswinde des Rega-Helikopters aus Mollis aus dem unwegsamen Gelände zum Zwi-schenlandeplatz und anschließend ins Spitalgeflogen werden konnte. Entscheidend für das Überleben von Verschütteten ist die schnelle Rettung und die effiziente Zusammenarbeit der ganzen Rettungskette.

Neben der Rettungsflugwacht (Rega) mit zwei Hubschraubern waren die Alpine Rettung Ost-schweiz (ARO) mit einem Lawinenhundeführer sowie die Kantonspolizei im Einsatz.

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