Stmk: 1 Toter, 1 lebensgefährlich Verletzte nach Kollision Pkw-Zug auf Bahnübergang in Söding – St. Johann

SÖDLING – ST. JOHANN (STMK): Zu einem schweren Unfall an einem unbeschrankten Bahnübergang im Ortsteil Moosing in der Gemeinde Söding-St. Johann wurden gegen 10:30 Uhr des 30. September 2020 die Feuerwehren Mooskirchen und Söding alarmiert. Zwei Personen wurden lebensgefährlich verletzt, ein Mann starb im Krankenhaus (siehe Polizeimeldung im unteren Teil). Update per 22.20 Uhr.

Ein Pkw war mit einer Zuggarnitur der GKB, die in Richtung Köflach unterwegs war, kollidiert. Durch diesen heftigen Aufprall wurde das Fahrzeug von der Straße geschleudert und blieb, abseits der Bahngleise, am Fahrzeugdach liegen. Die zeitgleich eintreffenden Einsatzkräfte der Feuerwehr Mooskirchen und Söding begannen unmittelbar mit der Rettung der beiden Personen, die sich kopfüber angegurtet in dem Fahrzeug befanden. Ein Mitarbeiter der GKB war bereits als Ersthelfer beim verunfallten Fahrzeug.

Beide Personen waren schwer verletzt jedoch ansprechbar. Feuerwehr-Sanitäter begannen unverzüglich mit der Erstversorgung der verunfallten Personen, da sich beide in einem kritischen Zustand befanden. Nach einer Ersteinschätzung durch die Feuerwehr-Sanitäter wurde entschieden, zuerst die schwer verletzte Beifahrerin achsengerecht mit Hilfe eines Spineboards über das Fahrzeugheck zu retten, um anschließend besseren Zugang für die Rettung des Fahrzeuglenkers zu haben.

Da die Hand des Fahrzeuglenkers unter dem Fahrzeugdach eingeklemmt war, musste das Fahrzeug vorsichtig angehoben werden. Durch den Einsatz von hydraulischen Rettungsgeräten wurde die Fahrertür geöffnet, um so besseren Zugang für die Versorgung des Fahrzeuglenkers zu haben.

Aufgrund eines schweren chirurgischen Traumas am Oberschenkel des Fahrzeuglenkers wurde mit einem Druckverband (Critical-Bleeding-Kit) lebensrettende Sofortmaßnahmen durchgeführt.

Anschließend wurde der Fahrzeuglenker mit Hilfe eines Spineboards über die Beifahrerseite aus seiner Zwangslade befreit. Beide Personen wurden vom Rettungsteam des Roten Kreuzes im Sanitätszelt der Feuerwehr Mooskirchen versorgt, um sie für den Abtransport mit den Rettungshubschraubern Christophorus 12 (Graz) und Christophorus 17 (St. Michael) in das Krankenhaus vorzubereiten.

Die zwei leicht verletzten Zuginsassen wurden ebenfalls vom Roten Kreuz erstversorgt. Das verunfallte Fahrzeug wurde mit dem WLF der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Voitsberg abtransportiert. Alle Einsatzkräfte standen bis 13:00 Uhr im Einsatz.

Eingesetzt waren:

  • Feuerwehr Mooskirchen mit RFLA 2000/200 und KRF-S Tunnel sowie 18 Mann
  • Feuerwehr Söding mit LFB und MTF sowie 12 Mann
  • Feuerwehr Voitsberg mit WLF sowie 2 Mann
  • NEF des UKH Graz
  • Rotes Kreuz Voitsberg mit KDO und zwei RTW
  • Rettungshubschrauber Christophorus 12 (Graz) und Christophorus 17 (St. Michael)
  • Polizei
  • Fotos: (Feuerwehren Mooskirchen und Söding

Freiw. Feuerwehr Mooskirchen

Meldung der Polizei

Ein 84-jähriger Pkw Lenker stieß am späten Vormittag des 30. September 2020 auf einem Bahnübergang mit einer Eisenbahn zusammen. Der Pkw-Lenker sowie seine 74-jährige Ehefrau und Beifahrerin wurden mit schweren und lebensbedrohlichen Verletzungen in das LKH Graz eingeliefert. Der Pkw-Lenker ist am Nachmittag seinen schweren Verletzungen erlegen.

Gegen 10.30 Uhr fuhr der 84-Jährige und seine 79-jährige Frau, beide aus dem Bezirk Voitsberg, mit seinem Pkw auf der Lindenstraße in Richtung Mooskirchen. Auf einer mit einer Stopp Tafel gesicherten Eisenbahnkreuzung der GKB-Eisenbahnlinie (Bahnkilometer 23,390) kam es aus derzeit ungeklärter Ursache zu einem Zusammenstoß mit dem in Fahrtichtung Köflach herannahenden Personenzug. Der Pkw wurde vom Triebwagen, der von einem 40-Jährigen aus dem Bezirk Deutschlandsberg gesteuert wurde, erfasst und auf einen angrenzenden Acker geschleudert.

Der 84-Jährige wurde im Fahrzeug eingeklemmt und musste von rund 20 Einsatzkräften der Feuerwehr (Söding, Mooskirchen und Voitsberg) aus dem Fahrzeug befreit werden. Die Schwerverletzten wurden von zwei Notarzthubschraubern (Christophorus 12 und 17) in das LKH Graz eingeliefert. Gegen 14.30 Uhr verstarb der 84-Jährige in Folge seiner schweren Verletzungen. Der Zustand der schwer verletzten Ehefrau ist derzeit stabil.

Die GKB-Eisenbahnlinie war in der Zeit zwischen 10.35 Uhr und 12.20 Uhr für den gesamten Zugverkehr gesperrt. Der Zugführer und weitere Insassen wurden nicht verletzt. Eine Zugreisende wurde aufgrund des aufregenden Ereignisses ärztlich betreut.

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