Nö: Massiver Dachstuhlbrand mitten in Himberg → B3-Alarm mit acht Feuerwehren

HIMBERG (NÖ): Kurz nach 21.30 Uhr des 27. Oktober 20020 gingen unzählige Notrufe in der Abschnittsalarmzentrale Schwechat über einen Brand eines Dachstuhles im Ortsgebiet von Himberg ein. Nach den ersten Angaben der Anrufer konnte keine genaue Einsatzadresse eruiert werden.

So wurden um 21:39 Uhr die Feuerwehen Himberg, Pellendorf, Velm, Ebergassing, Maria Lanzendorf und Schwechat mit der Alarmstufe „Brand 3 – Dachstuhlbrand” alarmiert. Nach Ersterkundung durch den Einsatzleiter konnte ein massiver Brand in mitten des Wohngebietes der Josef Kainz Gasse festgestellt werden.

Zwei Hallen brennen

Zwei gewerblich genützte Hallen standen in einer Länge von knapp 50 Meter bereits in Vollbrand. Auf Grund des Funkenfluges, herrschender Strahlungshitze und der nah gelegenen Einfamilienhäuser musste sofort an allen vier Gebäudeseiten mit neun Strahlrohren unter umluftunabhängigem Atemschutz eine Riegelstellung zum Schutz der Umgebung aufgebaut werden.

Während des Schutzes konnten noch rechtzeitig vier Firmenfahrzeuge am Betriebsgelände in Sicherheit gefahren werden.

Innenangriff nicht möglich

Nach dem aufgebauten Nachbarschaftsschutzes konnte die Brandintensität mit weiteren Rohren gebrochen werden. Im Bereich des Brandes ist auf der gesamten Länge das Dach eingebrochen und machte daher einen Innenangriff unmöglich. Ein Teilbereich der Betriebshalle und alle umliegenden Wohnbauten konnten durch das Eingreifen der Feuerwehr geschützt werden.

Atemschutz und -logistik

Zur weiteren Brandbekämpfung wurden die Feuerwehren Leopoldsdorf und Schwadorf mit weiteren Atemschutzgeräteträgern alarmiert. Nach vier Stunden intensiver Arbeit zeigten sich erste Löscherfolge. Um einen endgültigen Löscherfolg zu erzielen, wurde auf einen umfangreichen Schaumangriff umgebaut. Logistisch übernahm die Feuerwehr Schwechat mit dem Wechselaufbau “Atemluft” und ein Pendelverkehr zu dem im Feuerwehrhaus Himberg stationierten Atemluftkompressor, die Versorgung der Atemschutzlogistik. In Summe wurden über 130 Stück Atemluftflaschen gefüllt.

Auch Bürgermeister Ing. Ernst Wendl machte sich persönlich ein Bild der gesamten Schadenslage vor Ort. Die Brandursache bleibt vorerst ungeklärt, Beamte der Polizei haben die Ermittlungen aufgenommen.

Im Einsatz standen:

8 Feuerwehren 34 Fahrzeuge knapp 140 Mann
Freiwillige Feuerwehr Himberg
Freiwillige Feuerwehr Pellendorf
Freiwillige Feuerwehr Velm
Freiwillige Feuerwehr Ebergassing
Freiwillige Feuerwehr Maria Lanzendorf
Freiwillige Feuerwehr Schwechat
Feuerwehr Leopoldsdorf
Freiwillige Feuerwehr Schwadorf
Rotes Kreuz Schwechat, Rotes Kreuz Himberg, Polizei Niederösterreich – PI Himberg
Marktgemeinde Himberg

Freiw. Feuerwehr Himberg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.