“Pandemie” → Filmtipp auf Amazon-Prime & Trailerübersicht Top-Pandemie- & Viren-Movies

Mit Anfang Jänner 2021 steht der Film “PANDEMIE” – passend zur Zeit – auf Amazon Prime zur Verfügung bzw. ist für Prime-Kunden enthalten.

Der Inhalt: Nur 20 Kilometer von der koreanischen Metropole Seoul entfernt bricht im Bezirk Bundang ein tödliches Virus aus, das sich durch die Luft verbreitet. Inmitten der öffentlichen Panik müssen eine Wissenschaftlerin und ein Rettungssanitäter den Ursprung des Virus finden, damit ein Gegenmittel entwickelt werden kann. Es wird ein verzweifelter Wettlauf gegen die Zeit.

Die Produzenten von Snowpiercer und Die Taschendiebin präsentieren einen visionären Katastrophenfilm, der die aktuellen Geschehnisse der Corona-Pandemie in beklemmender Weise prophezeite. Die koreanische Antwort auf Contagion!

Eckdaten

Originaltitel: Gamgi
Produktionsland: Südkorea
Regie: SUNG-SU KIM
Sprache / Ton: Deutsch
Bildformat: 16:9
Laufzeit: 122 Minuten
FSK: Ab 16 Jahren
Kinorelease: 6. August 2020

Der Trailer

Der Trailer zum Film

Die Kritiken

„Edel gefilmtes Hochglanzkino“ ARD Brisant
„Trifft ins Mark“ epd Film
„Schockierend realistisches Katastrophenkino – Besser als Contagion!“ Deadline – Das Filmmagazin

Rezension des Users D.T. auf Amazon Prime: Hochaktuelles Thema, anschaulich und neutral dargestellt (Film stammt aus dem Jahr 2013)

Handlung:
Diverse Menschen werden „freiwillig“ in einen Container gesperrt und in die Südkoreanische Stadt Seoul befördert. Die augenscheinlich sehr verängstigten Menschen scheinen bereits einige Strapazen durchlebt zu haben und sind körperlich teilweise sichtlich angeschlagen, treten jedoch trotzdem diese „Reise“ an.

Als der Container in Südkorea angekommen ist, bietet sich den Menschen, die diesen Öffnen ein wahrhaft grausames Bild. Mit dem einzigen Überleben entfernen sie sich daher von dem Container. Der Überlebende, welcher deutliche Krankheitssymptome aufweist, nutzt jedoch bei einem kurzen Zwischenstopp die Gelegenheit und flieht aus dem Auto seiner “Begleiter”.
Langsam aber sehr deutlich beginnt einer der vorherigen “Begleiter” ebenfalls Krankheitssymptome aufzuweisen. Er begibt sich daher an verschiedenen Orte, um nach Medikamenten, die seine Symptome lindern, zu suchen. Leider scheint keines der Medikamente eine positive Wirkung zu zeigen und so verstirbt er kurze Zeit später im Krankenhaus.
Die Ärzte, welche ratlos über den kurzen und intensiven Krankheitsverlauf sind, wissen nicht so recht, wie sie mit der Situation umgehen sollen und so begeben sie sich still auf die Suche nach der Ursache der Krankheit. Als ihnen innerhalb kürzester Zeit jedoch immer mehr Menschen mit ähnlichen Symptomen gemeldet werden, sind sie gezwungen mit einem massiven Informationsdefizit und ohne stichhaltige Daten an die Behörden und Politik zu berichten.
Die erste hitzig geführte Diskussion und das allgemeine Kompetenzgerangel findet dabei durch die parallel ablaufenden Ereignisse ein jähes Ende, indem alle Personen drohen von der Situation überrollt zu werden.

Charaktere:
Die einzelnen Charaktere in diesem Film treten in erster Linie stellvertretend für bestimmte Berufsgruppen und soziale Milieus auf. Im Gesamtkontext treten die einzelnen Charaktere eher in den Hintergrund und ihre Zuordnung zu verschiedenen Milieus tritt deutlich mehr in den Vordergrund. So handeln Charaktere in ihrer „Rolle“ als Person der Öffentlichkeit komplett gegenläufig zu ihrer „Rolle“ als Privatperson und liebender Familienmensch. Dieser Zwiespalt in der Persönlichkeit scheint bei Charakteren, welche direkt in der Öffentlichkeit stehen, deutlich stärker aufzutreten als bei Personen, die nicht ständig in den Medien und Entscheidungsgremien vertreten sind.
Gleichzeitig wird verdeutlicht von welchen Motiven die verschiedenen Milieus hauptsächlich in ihren unterschiedlichen Rollen geleitet werden und wie sie sich in ihrer jeweiligen Rolle anpassen. Gerade in Bezug auf die verschiedenen Berufsgruppen sind diese handlungsweisenden Motive äußerst interessant anzusehen und werden sehr deutlich dargestellt. Dem Film gelingt es dies weitestgehend neutral und politisch unvoreingenommen darzustellen.

Daneben verfolgt der Film zwar eine kleine „persönliche“ Geschichte am Rande, welche jedoch in Anbetracht des Gesamtkontext und der aktuellen realen Situation eher uninteressant erscheint, aber immerhin für den ein oder anderen Spannungsmoment sorgt.

Filmisches Handwerk:
Die Produktionsqualität dieses Films ist eher gering und leicht unterdurchschnittlich an aktuellen Standards gemessen. Eindeutig negativ Fallen in erster Linie die sichtlich mangelhafte deutsche Synchronisation und die sehr unruhige Kameraführung auf. Allgemein beeinflussen allein diese beiden Parameter die gesamte Performance des Films herunter sodass er nicht angenehm anzusehen ist.

Der Film, welcher bereits im Jahr 2013 veröffentlicht wurde, ist aufgrund seiner Thematik hochaktuell. So sind viele Parallelen zur aktuellen Lage und der Verbreitung eines Virus erkennbar, wenn auch die dadurch hervorgerufenen Symptome deutlich abweichend sind, so ist der grundsätzliche Aufbau jedoch ähnlich. Natürlich wurden Art der Erzählung und die Geschichte filmisch ansprechend und spannend aufbereitet.

Fazit:
Dieser Film aus dem Jahr 2013 zeigt trotz seines zurückliegenden Produktionsdatums eine hochaktuelle Darstellung der derzeitigen Situation und der Verbreitung eines Virus. Neben den reinen Verbreitungswegen des Virus werden ebenfalls soziale, medizinische und vor allem politische Aspekte teils sehr detailliert und erstaunlich authentisch dargestellt. Zu berücksichtigen sind hierbei eine deutliche filmische Aufarbeitung und Darstellung der Thematik. Leider hinkt die allgemeine Produktionsqualität besonders im Hinblick auf die sehr wackelige Kameraführung und mangelhafte Synchronisation weit hinter der starken Thematik und der Art der Erzählung hinterher.
Alles in Allem ist der Film im Hinblick auf die Darstellung der verschiedenen Charaktere, die in erster Linie stellvertretend für verschiedene Berufsgruppen und soziale Milieus stehen, sehr gut und im aktuellen Kontext gut und glaubhaft gelungen.


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Ein Gedanke zu „“Pandemie” → Filmtipp auf Amazon-Prime & Trailerübersicht Top-Pandemie- & Viren-Movies

  • 5. Januar 2021 um 0:54
    Permalink

    Also die Handlung selbst ist absolut in Ordnung und würde wohl auch manch’ Maßnahmengegner nicht schaden.

    Ein fettes Minus erhält jedoch die Sychronisierung. Die klingt, als würden die Erwachsenen sonst Pornos synchronisieren. So was von grottenschlecht, dass das irgendeine Billigbude um ein Bier und einen Schweinsbraten gemacht haben muss. Da dauert es wirklich lange, bis man sich an diese gewöhnt und den Film als Ziel vor Augen haben muss, dass man weiter schaut. Also die ist echt vom Niveau her unter jeder Sau!

    Antwort

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