Strafen zu Flashmobs “Jerusalema” → off. Statement & Richtigstellung von Warner Music Central Europa

Fireworld.at und andere Medien haben in den letzten Februar-Tagen 2021 berichtet, dass nach einem Artikel von Focus.de Warner Music Strafen für die Flashmob-Videos von Polizei, Feuerwehr, Rettung und Co. verteilt werden. Fireworld.at hat in der Folge eine Anfrage bei Warner Music gestellt und sehr rasch am 16. Februar 2021 eine Antwort erhalten.

Nach Rücksprache mit Warner Music Central Europe darf seitens des Konzerns folgende Information weitergegeben werden:

Es ist nicht richtig, dass Warner Music Abmahnungen verschickt hat. (Anm. der Fireworld.at-Redaktion: Eine Zahlungsaufforderung wurde aber wie im vorangehenden Artikel erwähnt vom nordrhein-westfälischen Innenministerium gegenüber Focus.de bestätigt).
Unsere Aufgabe ist es, sicherzustellen, dass unsere Künstler*innen eine faire Vergütung für die Nutzung ihrer Musik erhalten. In Deutschland, Österreich und der Schweiz  müssen Privatpersonen keine Erlaubnis für die Nutzung unserer Musik im Rahmen der Jerusalema Dance Challenge einholen oder kostenpflichtig eine Lizenz erwerben, wenn sie Videos mit unserer Musik in sozialen Medien oder auf Videoplattformen veröffentlichen. 

Wenn jedoch Institutionen, Unternehmen oder Organisationen Videos mit Musik unserer Künstler*innen veröffentlichen, ist es üblich, dass sie sich Synchronisationslizenzen sichern. Und wir bitten dort um die Aufnahme von Lizenzverhandlungen, wo im Rahmen der betreffenden Videos, die mit unserer Musik veröffentlicht werden, ein werblicher oder imagefördernder Effekt zugunsten einer Institution, Organisation oder Firma gegeben ist.

Da wir uns des Charakters der ‘Jerusalema Dance Challenge’ aber bewusst sind, berücksichtigen wir aber durch abgestufte Lizenzvergütungen die jeweiligen Rahmenbedingungen des betreffenden Nutzers. Daher bieten wir je nach Nutzer unterschiedliche Preiskategorien für unterschiedliche Nutzungen an, auch rein symbolische Beträge. Keinesfalls verschicken wir Abmahnungen für die typischen ‘Jerusalema Dance Challenge’-Videos oder fordern “Strafzahlungen”, wie zum Teil behauptet wurde.”

Anmerkung von Fireworld.at

Ausschlaggebend war – unter anderem – ein großer Artikel auf Focus.de, über den Fireworld.at hier ausführlich berichtet und informiert hat: Warner Music fordert Geld für Jerusalema-Flasmob-Videos von Feuerwehren, Polizei und Co. → Skandal oder Schuld der User? Welcher Betrag mit “rein symbolische Beträge” gemeint ist, konnte Fireworld.at bislang noch nicht weiter in Erfahrung bringen.

Was nun?

Fireworld.at hat nun auf Rückfrage von Usern nochmals am Vormittag bei Warner Music nachgefragt und sich um die weitere Vorgehensweise für einzelne Feuerwehren, Wachen etc. gestellt bzw. sich nach einer Art Leitfaden erkundigt. Am Nachmittag wurde schließlich mitgeteilt, dass sich betreffende Institutionen am besten an “anfrage.lizenz@warnermusic.com” wenden möge. Warner Music versichert, dann eine gemeinsame Lösung zu finden.

Kein Freibrief

Es sein von Fireworld.at jedoch darauf hingewiesen, dass auch bei einer milden Umgangsweise wie hier das Internet KEIN Freibrief zur Selbstbedienung und Weiternutzung von Material ist. Urheberrecht ist und bleibt Urheberrecht. Es sind Fireworld.at Fälle – auch bei Feuerwehren – bekannt, wo das “Ausleihen” eines einzigen Bildes sich gleich einmal mit 1.600 Euro zu Buche geschlagen hat. Und das ist noch nicht der höchstmögliche Beitrag. Überlegt also immer gut, was ihr euch wo “einfach mal ausborgt”. Nichtwissen schützt nicht vor Strafe. Und der Status “Feuerwehr” genauso wenig.

Flashmob: “Jerusalema”-Challenge (Master KG) → alle machen mit: Feuerwehr, Polizei, Krankenhäuser und Co. mit Corona-Versionen

Warner Music

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