D: Arbeitszug fährt bei Süderlügüm auf stehende Waggons auf → Waggon liegt auf verunfallter Lok

SÜDERLÜGÜM (DEUTSCHLAND): Ein schwerer Unfall auf einem Abstellgleis neben der Bahnstrecke Niebüll – Tondern (Dänemark) hat in der Nacht zum Mittwoch, 21. April 2021, einen Großeinsatz der Rettungskräfte ausgelöst.

Gegen 22.20 Uhr des 20. April 2021 kam es auf der Bahnstrecke Niebüll nach Tondern (DK) zu einem schweren Bahnunfall. In der Ortschaft Süderlügum fuhr ein Arbeitszug auf einem Abstellgleis und sollte einen Wagenpark bestehend aus sieben Güterwaggons ankuppeln, um Ladegut aufzunehmen. Während des Ankoppelungsvorgangs fuhr der Arbeitszug auf die stehenden Güterwaggons.

Dabei wurde ein Güterwaggon (Gewicht 12 Tonnen) hochgeschoben und kippte auf die Lok. Ein zweiter Waggon ragte senkrecht nach oben. Die anderen Waggons wurden angehoben bzw. entgleisten. Der Lokführer wurde eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Anfangs wurde berichtet, er wäre schwerstens verletzt worden. Auf Twitter fanden sich jedoch inzwischen Meldungen, dass er Glück gehabt hat und mit Prellungen davon gekommen ist.

Vor Ort waren die Feuerwehren Süderlügum, Klixbüll, Niebüll-Deezbüll, der Fachberater des Löschzugs Gefahrgut, der Rettungsdienst sowie ein Notarzt. Des Weiteren Fachberater des Technischen Hilfswerks aus Niebüll, Notfallmanager der Deutschen Bahn und der NEG sowie Beamte der Landes- und Bundespolizei. Die Bahnstrecke bleibt gesperrt. Die Aufräumarbeiten gestalten sich schwierig. Die Ermittlungen zum Unfallhergang werden durch die Landespolizei geführt.

FÖRDE.NEWS berichtet

Ein spektakulärer Unfall auf einem Abstellgleis neben der Bahnstrecke Niebüll – Esbjerg (Dänemark) hat in der Nacht zum Mittwoch einen Großeinsatz der Rettungskräfte ausgelöst. Neben einem selten gesehenen Schadensbild erwartete die Rettungskräfte ein schwer eingeklemmter Lokführer, der aus seiner misslichen Lage befreit werden musste. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei sollte der Arbeitszug die auf einem Abstellgleis stehenden Schotterwaggons aufnehmen, um anschließend das Schotterbett im Gleis zu erneuern. Der schwere Arbeitszug raste jedoch offenbar mit hoher Geschwindigkeit auf die stehenden Waggons zu und rammte diese. Mit verheerenden Folgen: Sechs der sieben Waggons entgleisten, mehrere wurden schwer beschädigt – und einer der jeweils 12 Tonnen schweren Waggons wurde hochgeschleudert und landete auf der Fahrerkabine der Lok. Ein weiterer Waggon türmte sich senkrecht vor dem Arbeitszug auf.

Die Rettungskräfte mussten zunächst die Tür zur Kabine der Lok entfernen und dann im sehr beengten Innenraum der Lok mit schwerem Gerät arbeiten, bevor sie den schwerst verletzten Lokführer befreien konnten. Er wurde nach einer Erstversorgung an der Unfallstelle mit einem Rettungswagen in eine Klinik eingeliefert. Die Bergung des verunglückten Zuges wird voraussichtlich erst im Laufe des Tages beginnen können – und aufgrund der Gefahr, dass die aufgetürmten Waggons jederzeit umstürzen könnten, bleibt auch die benachbarte Bahnstrecke vorerst voll gesperrt.

Warum der Zug während des Ankuppelungsvorgangs auf die stehenden Wagen prallte ist noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Im Einsatz waren die Freiwilligen Feuerwehren Süderlügum, Klixbüll-Bosbüll, Niebüll-Deezbüll sowie der Rettungsdienst, die Bundes- und Landespolizei sowie ein Fachberater des Technischen Hilfswerks Niebüll.

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