Stmk: Bilanz des Formel 1 Grand Prix 2021 aus Sicht der Feuerwehr, Polizei und Co

SPIELBERG (STMK): Der Duft von verbrannten Gummi und der Klang der dröhnenden Motoren der verschiedensten Rennklassen verfolgten tausende Rennsport Fans am ersten Juli-Wochenende 2021 während des Formel 1 Wochenendes beim Grand Prix von Österreich am Red Bull Ring in Spielberg.

Während die Königsklasse des Motorsports am „Spielberg“ ihr Stelldichein gab, standen bis zu 234 Feuerwehrmänner aus dem Bereichsfeuerwehrverband Knittelfeld am Rennwochenende im Einsatz. Damit die Koordination der Einsatzmannschaft reibungslos abläuft, wurden die festgelegten Zonen vom jeweiligen Einsatzoffizier des Bereichsfeuerwehrverbandes Knittelfeld sowie vom Gesamt-Einsatzleiter der Feuerwehren, Landesbranddirektor Stv. Erwin Grangl mit dessen Stellvertreter Brandrat Harald Pöchtrager geführt und koordiniert.

In jeweils 12-Stunden-Schichten sorgten bis zu 234 Feuerwehrmänner aus 18 Feuerwehren (Spielberg, Apfelberg, Flatschach, Sachendorf, Großlobming, St. Margarethen, St. Marein, St. Lorenzen, Seckau, Kleinlobming, Preg, Glein, Knittelfeld, Kobenz, Rachau, Bischoffeld, Feistritz und Zeltweg aus dem BFV Judenburg) für die Sicherheit am Hubschrauberlandeplatz, Camping- und Parkplätzen sowie im Innenbereich des Red Bull Rings und auf der Rennstrecke.  

„Weitere Einheiten aus den Bereichsfeuerwehrverbänden Murau, Judenburg und Leoben standen am Rennwochenende ebenfalls in erhöhter Einsatzbereitschaft“, betonte Landesbranddirektor Stv. Grangl die gute Zusammenarbeit mit den angrenzenden Bereichsfeuerwehrverbänden. 

Besonderes Augenmerk wurde auf das Fahrerlager gelegt, in dem teure Ausrüstungen der Teams vor Feuerschäden geschützt werden müssen. Zusätzlich zum Brandschutz im Ringgelände, auf den Parkplätzen sowie auf den Campingplätzen werden starke technische Feuerwehreinheiten vorgehalten damit auch Bergungen mit hydraulischem Rettungsgerät schnellstmöglich erfolgen kann.  Aufgrund der Sicherheitslage war ein Zusammenspiel von Spezialeinheiten der Polizei und des Roten Kreuzes besonders wichtig.

Um hier die größtmögliche Sicherheit aller zu garantieren, wurden neben den Standarthygienemaßnahmen die Einsatzkräfte zusätzlich noch einem Corona Test und tägliches Fiebermesser unterzogen. Für eventuelle Ausfälle standen sogenannte „Backup Mannschaften“ als Reserve bereit.

Nicht nur in der Boxenstraße ging es stressig zu. Auch die „fire marshals“ hatten alle Hände voll während des Formel 1 Wochenendes im und um das Renngelände zu tun. Überdimensionierte Lagerfeuer, ein kleinräumiger Waldbrand, Brandmeldeanlagenalarme, Fahrzeugbergungen, Suchaktion nach zwei vermissten Kindern (die von Feuerwehreinheiten binnen kürzester Zeit wieder den Eltern übergeben werden konnten), Wassertransporte, Beleuchtung von Straßen und Gehwegen und technische Hilfeleistungen waren nur ein Bruchteil der Einsätze die es während des langen Wochenendes abzuarbeiten galt, so der Gesamteinsatzleiter Landesbrandirektor Stv. Erwin Grangl. In Zahlen ausgedrückt wurden die Feuerwehren bis zum Ende des Rennwochenendes zu 26 Einsätzen alarmiert. 

Wie auch schon beim Grand Prix der Steiermark, bekam auch beim Grand Prix von Österreich der Einsatzstab hohen Besuch. Diesmal schaute die Bundesministerin für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus Elisabeth Köstinger auf einen Kurzbesuch bei den Einsatzkräften vorbei.

Freiwilligkeit, Einsatzerfahrung und gute Ausbildung von den 234 eingesetzten Feuerwehrmännern trug zum guten Gelingen der Veranstaltung “Formel 1” aus Sicht der Feuerwehr bei betonte Knittelfelds Bereichsfeuerwehrkommandant Erwin Grangl am Ende dieses Megaevents.

Bereichsfeuerwehrverband Knittelfeld

Bilanz seitens der Polizei

Das zweite Rennwochenende, 2.-4. Juli 2021 verlief für die Einsatzkräfte sehr zufriedenstellend. Eine vorläufige Bilanz folgt.Auch das zweite Rennwochenende verlief aus sicherheitspolizeilicher Sicht ohne nennenswerte Zwischenfälle. Das Zusammenspiel zwischen Sicherheitsbehörde, Veranstalter und den verschiedensten Einsatzorganisationen funktionierte einwandfrei. Sehr zufrieden zeigt sich auch der Bezirkspolizeikommandant des Murtals, Oberstleutnant Mag. Günther Perger. “Teamarbeit, kombiniert mit jahrelanger Veranstaltungserfahrungen führen zu einer guten Arbeit. Ich möchte mich aber natürlich auch bei den Fans bedanken. Sie machen die Veranstaltung schlussendlich zu dem was sie ist.”

”In Anbetracht einer Großveranstaltung, sehr ruhige polizeiliche Lage”Über das gesamte Wochenende kam es kaum zu nennenswerten Vorkommnissen. Starker Besucherandrang führte zu Anzeigeerstattungen wie Lärmerregungen und einigen Strafrechtsdelikten. Oberstleutnant Perger führte während des Wochenendes den polizeilichen Einsatzstab: “Es handelt sich hier um einen Großeinsatz. Dort wo viele Menschen feiern und Alkohol konsumieren ist die Verletzungsgefahr gegeben und es finden auch Gesetzesübertretungen statt. Diese sind zwar nicht zu tolerieren, aber in Relation gesehen kaum nennenswert”, so der erfahrene Einsatzleiter. #AustrianGP: Verkehr ohne größere ProblemeKaum Probleme gab es auch bei der An- und Abreise. Die Campingplätze waren beinahe zur Gänze ausgelastet. Der Verkehr dorthin bereitete kaum Sorgen. Das erprobte Verkehrsleitsystem funktionierte und es kam kaum zu Problemstellungen.

Landesrat Mag. Christopher Drexler besucht den EinsatzstabAm Samstag, 3. Juli 2021 besuchte Landesrat Drexler den Einsatzstab. Wertschätzend bedankte er sich für die interessanten Einblicke in die Arbeit des Einsatzstabes und ganz generell für den Einsatz rund um die (Motor-)Sportevents am Red Bull RingOberstleutnant Mag. Günther Perger sichtlich zufrieden”Ich möchte mich bei allen am Einsatz beteiligten Polizist*innen bedanken.

Vom Verkehrsdienst über Sicherheitsdienste, bis hin zu Spezialkräften, nur gemeinsam kann man solche Herausforderungen bewältigen.”Gesamtbilanz: (2.bis 4. Juli 2021, Stand 18.00 Uhr)Polizei: Rund 180 Organmandate, 10 Verwaltungsanzeigen, 13 Strafrechtsdelikte, 1 VerkehrsunfallRettung: 283 Versorgungen, 29 Krankenhaustransporte, 94 Transporte am Gelände, Feuerwehr: 26 Einsätze.

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