Bayern: Ein LF 20, ein MTF und ein 30 kVA Stromerzeuger für die Feuerwehr Surberg

SURBERG (BAYER): Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurden in Surberg zwei neue Einsatzfahrzeug und ein leistungsstarker Notstromerzeuger gesegnet. Darüber hinaus habe der Feuerwehrverein seine Fahne restaurieren lassen. Neben den Mitgliedern der Feuerwehr und zahlreichen Vertretern der Gemeinde waren auch die Nachbarfeuerwehren und Ortsvereine gekommen. Den kirchlichen Segen für die Geräte spendete Robert Hintereder in der Freiluftveranstaltung am Feuerwehrgerätehaus in Lauter. Die offizielle Übergabe wurde nachgeholt, da dies während der Kontaktbeschränkungen in der Coronapandemie nicht möglich gewesen ist.

Neben einem Löschgruppenfahrzeug LF 20, dass für ein mehr als 30 Jahre altes Tanklöschfahrzeug ersatzbeschafft wurde, können die Aktiven der Feuerwehr Surberg nun zusätzlich auf einen Mannschaftstransportbus zurückgreifen. Als „wichtige Investition für die Bevölkerung“ bezeichnete Bürgermeister Michael Wimmer den Kauf eines leistungsstarken Stromerzeugers, der in erster Linie zur Notstromversorgung des Feuerwehrhauses dient, aber auch für andere Einsatzorte zur Verfügung steht. Das Löschgruppenfahrzeug war vor wenigen Wochen bereits zur Unterstützung der Feuerwehren im Berchtesgadener Land im Einsatz und hat bei dem Unwetter in Schönau und Berchtesgaden wertvolle Hilfe geleistet.

Robert Hintereder von der Stadtkirche Traunstein spendete den Geräten und den Menschen, die sie einsetzen den kirchlichen Segen. „Sich aufeinander zu Verlassen ist die Grundhaltung des christlichen Glaubens und genau das ist auch bei der Feuerwehr von großer Bedeutung. Es ist wichtig, dass sich die Feuerwehrkameraden aufeinander verlassen können aber, auch auf die Technik soll Verlass sein“, so seine einleitenden Worte, ehe er den neuen Geräten den kirchlichen Segen mit Weihwasser spendete. Der Abend wurde durch die „Wabach Musi“ musikalisch umrahmt.

1 Kommandant Stefan Burghartswieser Bürgermeister Michael Wimmer Altbürgermeister Sepp Wimmer.

LF 20

Rund 430000 Euro kostete das Löschgruppenfahrzeug LF 20. Vom Freistaat Bayern habe die Gemeinde einen Zuschuss in Höhe von 100000 Euro erhalten. „Der Feuerwehrverein habe sich mit 10000 Euro an der Finanzierung beteiligt, was eine großartige Leistung ist“, so Michael Wimmer in seiner Ansprache. „Wir waren bei der Schneekatastrophe 2019 sehr froh, dass wir überörtliche Hilfe zur Unterstützung bekommen haben und wollen seitens der Gemeinde auch alles tun, um jederzeit anderen zu helfen“, so Wimmer. Rund vier Jahre habe die Planungs- und Beschaffungsphase gedauert, ehe es am Nikolaustag 2019 beim Hersteller abgeholt werden konnte.

Das geländegängige Fahrzeug mit 300 PS besitzt ein Fahrgestell aus dem Hause Mercedes, den Aufbau fertigte die Firma Rosenbauer in Linz. Die Ausrüstung wurde von der Firma BAS beschafft. Neben der vollständigen Ausrüstung für eine komplette Löschgruppe verfügt das Fahrzeug über einen 2500 Liter fassenden Wassertank, eine sogenannte Rettungsplattform und eine Tragkraftspritze. „Das neue LF ist unser Zweitangriffsfahrzeug und speziell auch für Unwettereinsätze sowie für Einsätze am Ettendorfer Tunnel ausgerüstet“, so Kommandant Stefan Burghartwieser.

Ansprache Bürgermeister Michael Wimmer

Zweites Leben für ehemaligen Schulbus

Ein zweites Leben als Feuerwehrfahrzeug hat der ehemalige Schulbus der Gemeinde Surberg erhalten. Das Fahrzeug mit einem Restwert von etwa 11750 Euro konnte von der Feuerwehr übernommen werden, wurde unter Leitung von Gerätewart Markus Handrick komplett zerlegt und für die Zwecke der Feuerwehr ausgestattet. 7500 Euro wurden seitens des Vereins dafür aufgewendet. „Ich war mir ja nicht mehr sicher, ob sie die gesamten Einzelteile wieder zusammenbringen als ich den zerlegten Bus gesehen habe“, so der Bürgermeister „das Ergebnis kann sich allerdings sehen lassen“. Er steht nun den Aktiven und der Jugend für Lehrgangs- und Transportfahrten zur Verfügung.

30 kVA Stromaggregat

Um für langanhaltende Stromausfälle gerüstet zu sein beschaffte die die Gemeinde zudem ein transportables Notstromaggregat aus dem Hause Endress mit 30 kVa Leistung. Die Anschaffungskosten haben 15300 Euro betragen und wurden durch die Gemeinde Surberg übernommen. „Es dient in erster Linie zum Erhalt der kritischen Infrastruktur wie dem Feuerwehrhaus, kann aber auch an anderen Stellen zum Einsatz gebracht werden“, so Stefan Burghartswieser.

Ansprache Kommandant Stefan Burghartswieser

Restaurierte Feuerwehrfahne

Voller Stolz präsentierte die Fahnenabordnung bestehend aus Konrad Eglseer, Rainer Zoff und Korbinian Brandner die frisch restaurierte Vereinsfahne. Rund 1300 Euro hatte der Verein für die Arbeiten aufgewendet. In den letzten Jahren haben die Gebrauchsspuren deutlich zugenommen und der Zahn der Zeit hat am Material genagt. „Nun seids ihr wieder bestens aufgestellt, um Feste zu feiern“, freute sich Michael Wimmer, verbunden mit der Hoffnung, dass es zukünftig wieder mehr Anlässe und Zusammenkünfte gibt.

Seitens der Kreisbrandinspektion war Albert Rieder in seiner Funktion als Kreisbrandmeister nach Surberg gekommen. Er überbrachte die Glückwünsche der Feuerwehren im Landkreis Traunstein und überreichte den Verantwortlichen der Feuerwehr Surberg zwei Christopherus Medaillen für die neuen Fahrzeuge. „Das investierte Geld ist gut angelegt und gerade die Unwetter der vergangenen Wochen zeigen, wie wichtige eine gute Ausrüstung der Feuerwehren ist“, so Albert Rieder.

Altbürgermeister Sepp Wimmer freute sich ebenfalls, dass die die Feuerwehr nun bestens ausgestattet ist und erinnerte daran, dass die Gemeinde während seiner Amtszeit rund 1 Million Euro in den abwehrenden Brandschutz investiert hatte, indem sie Ausrüstung angeschafft und das Gerätehaus erweitert habe. „Wenn es auch finanziell nicht immer einfach war, habe die Gemeinde Surberg alles ermöglicht, damit die Feuerwehr mit einer vernünftigen Ausstattung arbeiten kann“, so Sepp Wimmer.

Zusammen mit den Vertretern Nachbarfeuerwehren aus Kammer, Traunstein und Wonneberg folgte im Anschluss an den offiziellen Teil ein gemeinsames Abendessen in der Fahrzeughalle des Gerätehauses. Neben dem offiziellen Teil sorgte auch beim geselligen Zusammensein die „Wabach Musi“ für die musikalische Begleitung. „Viele fleißige Hände haben dazu beigetragen, dass unsere Fahrzeugsegnung in einem würdigen Rahmen nun stattfinden konnte und dafür bedanke ich mich bei allen Beteiligten“, so das zufriedene Fazit von Stefan Brughartswieser.

Freiw. Feuerwehr Surberg

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